Kall/Düsseldorf - Ex-Regierungsbunker in der Eifel für Besucher geöffnet

Ex-Regierungsbunker in der Eifel für Besucher geöffnet

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Das Schlafzimmer des Ministerpräsidenten im Atombunker der Landesregierung NRW in Urft. Lange durfte kaum jemand rein, jetzt wird der frühere Atombunker der nordrhein-westfälischen Landesregierung in dem Eifelort Urft öffentlich.

Kall/Düsseldorf. Ab sofort dient der ehemalige Atombunker der Landesregierung im Eifelort Kall-Urft als Museum und Dokumentationsstätte.

„Dieser Bunker ist ein Relikt längst vergangener Zeiten und hat zum Glück ausgedient”, sagte Innenminister Ingo Wolf (FDP) am Samstag bei der Eröffnung. Die Originalausstattung ist fast vollkommen erhalten geblieben - einschließlich des Bettes des Ministerpräsidenten, Zahnbürsten und eines kompletten Rundfunkstudios.

Das ehemals als geheim eingestufte Bauwerk liegt gut versteckt an einem Waldhang. Der Eingang wird durch Garagentore getarnt, durch die, die in den 1960er Jahren erbaute Anlage betreten wird. „Im Ernstfall wären von hier aus alle überlebenswichtigen Maßnahmen, wie die Sicherung des Trinkwassers oder die Evakuierung der Bevölkerung koordiniert worden”, erklärte Wolf.

Bei einem atomaren Angriff hätte die Landesregierung mit einem Stab von 200 Beamten von hier aus das Krisenmanagement wahrgenommen. Hinter drei Meter starken Betonmauern können sich Besucher auf rund 1000 Quadratmetern die Funktion des Bauwerks veranschaulichen. Die Anlage wurde 1993 von der Landesregierung aufgeben und befindet sich seit 1997 in Privatbesitz.
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