Ex-Bräutigam erdrosselt Kindergärtnerin

Von: ddp
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Düsseldorf. Mord statt Hochzeit: Ein 32-jähriger Installateur hat gestanden, eine Düsseldorfer Kindergärtnerin mit dem Riemen ihrer Handtasche erdrosselt zu haben.

„Ich habe große Schuld auf mich geladen”, sagte der Angeklagte am Donnerstag beim Prozessauftakt vor dem Düsseldorfer Landgericht. Er habe der 34- Jährigen am Tattag gesagt, dass aus der gemeinsamen Beziehung nichts mehr werde. Monate zuvor hatte das Paar noch heiraten wollen.

Daraufhin sei es zum Streit gekommen, bei dem ihn die Frau schwer beleidigt habe. So habe sie ihn als Kinderschänder beschimpft, weil er wegen Besitzes von Kinderpornografie vorbestraft sei. Er wolle offenbar mit einer anderen Frau Kinder zeugen, um diese dann zu missbrauchen, habe sie ihm an den Kopf geschleudert. Dies habe ihn stark verletzt. Die Vorstrafe habe er nur deswegen, weil in einem großen Porno-Datenpaket Kinderpornografie versteckt gewesen sei, was er aber nicht gewusst habe.

Er sei im Alter von 12 und 16 Jahren vergewaltigt worden, behauptete der Angeklagte. Die Taten habe er immer zu verdrängen versucht und deswegen unter Druck seinen „Kopf leer gemacht”. Vor der Hochzeit habe er einen Rückzieher gemacht, sei aus der gemeinsamen Wohnung ausgezogen und habe eine Beziehung mit einer anderen Frau aufgenommen. Allmählich habe er aber auch wieder mehr Kontakt zu seinem späteren Opfer gesucht.

Nach Angaben der Staatsanwaltschaft soll der Installateur der Erzieherin zunächst den Nacken massiert haben, bevor er die Frau völlig überraschend von hinten angriff und erdrosselte. Mit der Geldbörse und der EC-Karte seines Opfers war er dann verschwunden und hatte zweimal 1000 Euro vom Konto der Frau abgehoben. Er habe die Tat wie einen Raubmord aussehen lassen wollen, erklärte der Angeklagte dazu. „Ich bin nicht eiskalt, ich habe Gefühle.” Das ganze komme ihm noch heute vor „wie ein böser Traum”. Das Gericht hat für den Prozess vier Verhandlungstage angesetzt.
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