Eurode-Business-Center: Tipps für Grenzgänger

Von: Berthold Strauch
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Herzogenrath/Kerkrade. Gleich in Mannschaftsstärke sind Institutionen aus der Euregio Maas-Rhein angetreten, um sich gemeinsam der Probleme von Grenzgängern anzunehmen.

Das sind Menschen, die diesseits der Trennungslinie wohnen, aber zum Arbeiten ins Nachbarland wechseln. Angesichts unterschiedlicher Rechtssysteme warten auf die Betroffenen eine Fülle von Fallstricken, die mit kompetenter Beratung umgangen werden sollen.

Zwölf Partner gemeinsam

Dazu wurde am Freitag exakt auf der deutsch-niederländischen Grenze, im Eurode-Business-Center (EBC), der Nahtstelle zwischen Herzogenrath und Kerkrade, im Beisein zahlreicher Gäste aus Politik und Gesellschaft ein neuer „Grenzinfopunkt” (GIP) eröffnet.

Der GIP ergänzt ein bereits existierendes, bewährtes Angebot der Regio Aachen. Und wie Regio-Geschäftsführer Artur Hansen, der auch für den GIP Verantwortung trägt, gegenüber unserer Zeitung darlegte, soll diese Beratungsstelle voraussichtlich im November von der Aachener Theaterstraße zum Bürgerservice am Katschhof zwischen Dom und Rathaus verlagert werden.

Zwölf Partner haben die Trägerschaft und Finanzierung des GIP übernommen, die jährlich mit rund 350.000 Euro zu Buche schlagen. Mit im Boot sind neben der Regio Aachen die Industrie- und Handelskammer Aachen und ihr niederländisches Gegenstück Kamer van Koophandel, die Städte Aachen, Herzogenrath, Kerkrade, Vaals, Parkstad Limburg, Gulpen-Wittem, die Provinz Limburg, die Städteregion und die Deutschsprachige Gemeinschaft Belgien.

„Wir sind das einzige Projekt in der Euregio, das ohne EU-Fördermittel auskommt”, sagt Hansen. Es passte, wie er anfügt, nicht so recht in die Richtlinien der Europäer. Nun ist die Stelle für zunächst vier Jahre gesichert, mit der Option auf eine Dauerlösung. Bedarf dafür sei zur Genüge vorhanden, erwartet Hansen. Bislang stehen bis zu 4000 Beratungsgespräche pro Jahr in den Statistiken. Angesichts von etwa 17.000 Grenzpendlern in der Euregio ist wohl davon auszugehen, dass die GIP-Berater keine Langeweile bekommen werden.

„Die ganze Lebenswirklichkeit ist berührt”, verweist Hansen darauf, dass Grenzgänger im GIP gut aufgehoben seien, wenn etwa Arbeitslosigkeit drohe, Rente, Geburt eines Kindes oder Heirat bevorstünden. „Wir geben Informationen, begleiten die Menschen ein Stück, wenn es schwierig wird, telefonieren mit Behörden. Nur eines tun wir nicht: Anträge ausfüllen.” Weitere Infos und Kontakt unter www.grenzinfopunkt.eu.
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