Eskalierte Sexspiele: Fall mit vielen Merkwürdigkeiten

Von: Wolfgang Schumacher
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Aachen. Weil er seine nichtsahnende Verlobte während des Geschlechtsverkehrs mit zehn Schlägen eines Zimmermannshammers traktiert hat und sie danach erwürgen wollte, soll der 25-jährige Industriemechaniker Thomas S. aus Düren für fünf Jahre ins Gefängnis.

Dieses eher niedrige Strafmaß hat die Staatsanwältin am Montag vor dem Aachener Schwurgerichtbeantragt. Eigentlich war die Anklage von einem heimtückischen Mordversuch ausgegangen.

Doch es sei ein Fall mit vielen „Merkwürdigkeiten”, stellte die Staatsanwältin in ihrem Plädoyer fest. Rechtlich gesehen sei der Angeklagte bei seiner brutalen Hammerattacke am Ende freiwillig von dem Versuch abgerückt, sein Opfer zu töten.

Als Nachbarn am Tattag, es war der 20. März gegen 20.45 Uhr, wegen der Kampfgeräusche heftig klingelten, ließ der Täter von seinem Opfer ab. „Das war rechtlich ein strafbefreiender Rücktritt”, erklärte die Anklägerin. Trotzdem bleibt der Vorwurf der gefährlichen Körperverletzung. Für sie soll der Angeklagte fünf Jahre Haft bekommen.

Die Nebenklage sah die Argumentation der Staatsanwaltschaft skeptisch: „Ich habe hier keinen Rücktritt gesehen”, sagte der Anwalt im Verfahren. Allerdings wolle seine Mandantin, sie ist das Opfer, nicht, dass ihr ehemaliger Verlobter hart bestraft werde. Der zeigte Reue in seinem letzten Wort. Das Urteil fällt am Donnerstag.

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