Eschweiler - Eschweiler Schlachthof erneut geschlossen

Eschweiler Schlachthof erneut geschlossen

Von: René Benden
Letzte Aktualisierung:
Schlachthof Eschweiler
Der Betrieb ruht erneut: Das Landesamt für Verbraucherschutz hat dem Eschweiler Betrieb die Schlachterlaubnis entzogen.

Eschweiler. Ende und Neuanfang für den letzten verbliebenen Schlachthof in der Region? Nachdem das Landesamt für Umwelt- und Verbraucherschutz (Lanuv) Ende der vorangegangenen Woche dem betrieb in Eschweiler die Schlachterlaubnis erneut entzogen hatte, will die genossenschaftliche Fleischversorgung Eschweiler (FVE) den Schlachthof nun mit einer neuen Betriebsleitung retten.

Das Vertrauensverhältnis zwischen den Aufsichtsbehörden und der alten Betriebsleitung war nachhaltig gestört.

Mehrfach war dem Eschweiler Betrieb in den vergangenen Monaten wegen technischer und hygienischer Mängel sowie Verstößen gegen Tierschutzauflagen die Schlachterlaubnis entzogen worden. Die Schlachthofbetreiber hatten sich gegen diese Vorwürfe stets zur Wehr gesetzt. Nun soll Wolfgang Flachs, stellvertretender Obermeister der Fleischerinnung Aachen, als ehrenamtlicher Betriebsleiter die Mängel abstellen, das Verhältnis zwischen Schlachthof und Behörden entspannen und den Betrieb zurück in geordnete Bahnen lenken.

Keine einfache Aufgabe, denn gegenüber unserer Zeitung machte das Lanuv deutlich, dass der Schlachthof in Eschweiler zahlreiche Änderungen umsetzen muss, um wieder eine Schlachterlaubnis zu erhalten. Der neue Betriebsleiter betont jedoch, dass man alles tun werde, um den letzten Schlachthof in der Region zu erhalten. „An dringend notwendigen Investitionen darf das nicht scheitern“, sagte Flachs im Gespräch mit unserer Zeitung. Die Alternative dazu wäre, dass der letzte Schlachthof der Region verloren ginge und man nur noch auf Massenware angewiesen wäre. „Eine Versorgung der Region mit Fleisch aus der Region gibt es dann nicht mehr“, sagte Flachs.

Nun drängt die Zeit. Solange die Produktion ruht, verursacht der Eschweiler Schlachthof Kosten, auch wenn gut ein Dutzend Schlachter bereits ihre Arbeit verloren haben. „Je länger hier nicht produziert wird, umso schwieriger wird es, den Betrieb wieder ans Laufen zu bringen“, sagt der neue Betriebsleiter. Er hofft nun auf die Kooperationsbereitschaft bei den Behörden.

Die Städteregion jedenfalls hat schon positive Signale gesendet. Uwe Zinke, Dezernent für Verbraucherschutz, sagte, dass die Städteregion dem Betrieb gerne in beratender Funktion zur Seite stünde. „Allerdings ist es nun die Sache des Schlachthofs, sich zu bewegen.“ Und auch Peter Schütz, Sprecher des Lanuv, macht deutlich, dass der aktuelle Entzug der Betriebserlaubnis keine Entscheidung für die Ewigkeit sein muss. „Sobald die Zulassungsfähigkeit wieder hergestellt ist, steht dem Betrieb nichts mehr im Wege“, so Schütz.

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