Erzieher bedroht behinderten Jungen mit Feuer

Von: dpa
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Euskirchen. Ein Erzieher des Landschaftsverbands Rheinland (LVR) soll einen behinderten Jungen mit einem brennenden Feuerzeug bedroht haben.

„Der Mann wurde vom Dienst suspendiert und der Vertrag zum nächstmöglichen Zeitpunkt aufgelöst”, sagte LVR-Sprecher Christophe-Göller am Freitag. Der Vorfall ereignete sich im Internat der Max-Ernst-Schule, einer Einrichtung für gehörlose Kinder mit weiteren Behinderungen. Die Eltern stellten Strafanzeige.

Der Erzieher habe sich über das Verhalten des Jungen im Speiseraum aufgeregt. Er hielt ihm daraufhin nach ersten Erkenntnissen ein brennendes Feuerzeug vor und drohte ihm. „Der Junge hat panisch geschrieen”, sagte Göller. Dadurch seien andere Mitarbeiter aufmerksam geworden und eingeschritten. Der Erzieher ist seit sieben Jahren beim LVR im Dienst und gilt als erfahren.

Der Zwischenfall habe sich bereits im Dezember ereignet, sei aber jetzt erst bekannt geworden. „Das hätte uns schneller erreichen müssen. Es gibt klare Meldelisten bei besonderen Vorfällen”, sagte Göller. Schwierig sei die Klärung des Vorfalls, weil der Junge schlecht sprechen könne. Trotzdem habe der LVR sofort mit der Suspendierung reagiert. „Wichtig ist, die Kinder zu schützen”, sagte der LVR-Sprecher.

Die Elternschaft wurde umgehend informiert. Ein neu gegründeter Elternbeirat soll als Beschwerdestelle im Sinne einer Ombudschaft fungieren.

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