Eschweiler-Weisweiler - Erster Fall von Pferdefleisch in der Städteregion nachgewiesen

Erster Fall von Pferdefleisch in der Städteregion nachgewiesen

Von: bj
Letzte Aktualisierung:
Pferdefleisch Unterschung
Jetzt gibt es auch in der Städteregion Aachen den ersten nachgewiesenen Fall von Pferdefleisch. Die Proben sind bereits dem Chemischen und Veterinäruntersuchungsamt Rhein-Ruhr-Wupper in Krefeld (im Bild) überbracht worden. Foto: dpa

Eschweiler-Weisweiler. Die Zahl der Funde steigt von Tag zu Tag: In Nordrhein-Westfalen ist Pferdefleisch in Fertiggerichten bereits mehrfach nachgewiesen worden. Jetzt gibt es auch in der Städteregion Aachen den ersten bestätigten Fall: Ein Gastronomieversorger aus Eschweiler-Weisweiler ist mit Rinderhackfleischgranulat beliefert worden, in dem pferdespezifische DNA festgestellt wurde.

Das geht aus einer Schnellwarnmeldung an die Städteregion Aachen hervor. Von Polen über Dänemark ist das Fleisch nach Deutschland geliefert worden, es stammt von einem polnischen Fleischerzeuger. Wo genau das Pferdefleisch eingemischt wurde, ist derzeit noch nicht bekannt. Die Eschweiler Firma hat durch eine Rückrufaktion die noch verfügbaren Restmengen des betroffenen Granulats zurückgeholt.

Der Hinweis auf falsch deklariertes Pferdefleisch kam vom Landesamt für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz NRW. Das Veterinäramt der Städteregion Aachen hat bei betroffenen und vergleichbaren Betrieben in der Städteregion Aachen Proben entnommen. Dr. Peter Heyde, Leiter des städteregionalen Veterinäramtes: „Der Entwurf der Schnellwarnmeldung mit den Lieferlisten der in NRW betroffenen Betriebe wurde vom LANUV an uns weitergegeben, da ein Betrieb in der Städteregion betroffen ist.“

Die Proben sind bereits dem Chemischen und Veterinäruntersuchungsamt Rhein-Ruhr-Wupper überbracht worden. „Das Fleisch ist nicht gesundheitsgefährdend, aber falsch deklariert. Leider haben wir in dem entsprechenden Rinderhackfleischgranulat Spuren von Pferdefleisch feststellen müssen“, sagt Dr. Heyde.

Mit dem betroffenen Fleisch sind Großküchen in der Region versorgt worden. Es handelt sich um die erste Schnellwarnmeldung von Pferdefleisch in anders deklarierten Fleischprodukten in der Städteregion Aachen. Zuvor waren bereits bei verschiedenen Supermarktketten in der Region Fertiggerichte mit  Pferdefleisch zurückgezogen wurden: Beim Discounter Aldi sind sieben Produkte aus dem Angebot gestrichen worden, bei der Rewe-Gruppe zwei, bei Eismann drei und bei Metro Cash & Carry und Kaisers jeweils eine Lasagne.

Am Montag wurde der Verkauf der Hackbällchen „Köttbullar” der Möbelhaus-Kette Ikea in Belgien und den Niederlanden untersagt, da dort Pferdefleisch nachgewiesen haben. In einer Ikea-Filiale in Brünn (Brno) war eine Tiefkühlpackung mit Pferde-DNA gefunden worden. Daraufhin wies die Behörde Ikea an, das Produkt aus den Regalen zu nehmen.

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