Erste Rabbiner nach Holocaust in Köln ins Amt geführt

Von: dapd
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Köln. Begleitet von eindringlichen Warnungen vor Rassismus sind erstmals nach dem Holocaust in Köln wieder Rabbiner in ihr Amt eingeführt worden.

„No-Go-Areas werde ich für Juden hier niemals akzeptieren, und für andere Menschen auch nicht”, sagte der Präsident des Zentralrats der Juden, Dieter Graumann, am Donnerstag bei der Zeremonie in der Kölner Synagogen-Gemeinde. „Wir beugen uns nicht dem Terror und werden nicht vor dem Hass und der Gewalt kapitulieren.” Er erinnerte an den Angriff auf einen Rabbiner in Berlin vor einigen Wochen.

An der feierlichen Ordination von vier Absolventen des Berliner Rabbinerseminars nahmen auch Bundesaußenminister Guido Westerwelle (FDP) und der Präsident des Jüdischen Weltkongresses, Ronald S. Lauder, teil. Das Rabbinerseminar in Berlin war 1873 gegründet und 1938 unter der Nazi-Herrschaft zwangsweise geschlossen worden.

Vor drei Jahren wurde die Ausbildungsstätte wieder eröffnet, noch im gleichen Jahr wurden zwei Absolventen in München ordiniert. Ein Jahr später folgten zwei weitere Rabbiner in Leipzig.
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