Erst so sonnig und dann Regen: Freibad-Bilanz bislang mäßig

Von: dpa
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Ein bislang regenreicher Hochsommer droht den Freibädern in Nordrhein-Westfalen das Geschäft zu verderben. Symbolbild: Maja Hitij/dpa

Dortmund/Region. Drei Monate nach dem glänzenden Start in die Freibadsaison haben die Betreiber in Nordrhein-Westfalen eine durchwachsene Zwischenbilanz gezogen. Zwar kamen bislang Hundertausende Besucher. Aber gerade in der Ferienzeit schwächelt das Wetter.

Nach sonnigem Auftakt mit heißen Tagen im Mai und im Juni hat der Regen im bisherigen Hochsommer den Bädern einen Strich durch die Rechnung gemacht. Die meisten Betreiber haben so gerade die Zahlen des durchschnittlichen Vorjahres erreicht. Sie hoffen jetzt auf einen heißen Saisonendspurt bis Mitte September.

„Bis Juni sah alles gut aus, sagt Hans-Werner Bruns von der Bäder- und Freizeit GmbH in Bielefeld. In seine acht Freibäder kamen bislang 230.000 Besucher. In der Gesamtsaison 2016 waren es 380.000. „Wenn wir am Ende 350.000 haben, sind wir noch halbwegs zufrieden.”

In Bochum wichen viele Besucher während der Schlechtwetterperiode auf die Hallenbäder aus. Das habe das Minus in den Freibädern ausgeglichen, sagte Bernhard Baar vom Sportamt.

Verlass ist in den Freibädern zumindest auf die Hartgesottenen. „Die Dauergäste kommen auch bei schlechtem Wetter zum Schwimmen”, heißt es bei der Gesellschaft für das Badewesen in Essen. Ärgerlich für die Betreiber: Einzelne heiße Tage locken noch keine Massen in die Bäder. „Erst wenn es anhaltend schön ist, verabreden sich die Leute zum Freibadbesuch”, sagt Konstanze Ziemke-Jerrentrup.

Mit einem Schön-Wetter-Anlauf hatten es die Düsseldorfer Freibäder am 27. Mai, einem Samstag, zum Spitzentag gebracht. Die Temperaturen schraubten sich Tag für Tag nach oben. 11.456 Menschen kamen an dem 30 Grad heißen Samstag in die städtischen Freibäder. Bis jetzt sind es insgesamt 156.000 Besucher - „mäßig” nennt das Carina Jakobi von der Bädergesellschaft.

In Dortmund sind es bislang 146.000 Besucher. 116.000 von kamen allein bis Juni. Im sonst warmen Köln war das Wetter zuletzt auch zu wechselhaft. „Wir zehren vom Mai und Juni”, sagt Achim Fischer von den Kölnbädern. Bislang kamen 560.000 Besucher in die sieben Bäder, Schulen und Vereine eingeschlossen. Fischer hat aber noch Hoffnung. Zuletzt hatte ein schöner September allein 80.000 Besucher gebracht.

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