Ermittlungen nach Todesfall in Beatmungs-WG

Von: dpa
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Köln. Nach einem Todesfall in einer sogenannten Beatmungs-WG gehen Ermittler in Köln dem Verdacht der fahrlässigen Tötung nach.

Es gebe ein Verfahren gegen mehrere Beschuldigte, sagte ein Sprecher der Kölner Staatsanwaltschaft und bestätigte Angaben der Zeitung „Die Welt” (Dienstag). Es gehe um den Tod einer 44-Jährigen im Februar. Details nannte der Behördensprecher nicht.

Nach Informationen der „Welt” stehen im Zentrum der Ermittlungen Mitarbeiter eines ambulanten Pflegedienstes. Sie sollen in einer mittlerweile stillgelegten Einrichtung gearbeitet haben, in der die 44-Jährige zu Tode kam.

Der Fall rückt die umstrittene Branche der Beatmungs-WGs in die Öffentlichkeit. Solche Wohngemeinschaften werden von ambulanten Pflegediensten betrieben. Das Geschäftsmodell besteht darin, Menschen, die aus eigener Kraft nicht mehr atmen können, dauerhaft zu versorgen, nachdem sie aus den Intensivstationen der Krankenhäuser entlassen worden sind.

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