Ermittlungen gegen Polizisten nach Vergewaltigungsfall

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Bonn. Die Bonner Staatsanwaltschaft hat in einem Vergewaltigungsfall Ermittlungen gegen zwei Polizeibeamte wegen einer möglichen Fahndungspanne aufgenommen. Sie sollen möglicherweise Hinweisen auf eine bevorstehende Sexualstraftat nicht ausreichend nachgegangen sein.

Eine 15-Jährige war von einem vorbestraften Sexualtäter in Euskirchen bei Bonn vergewaltigt worden. Ermittelt werde gegen zwei Beamte wegen des Verdachts „fahrlässiger Körperverletzung durch Unterlassen”, teilte Oberstaatsanwalt Fred Apostel am Freitag in Bonn mit.

Noch zwei Tage zuvor hatte die Staatsanwaltschaft erste Ermittlungen wieder eingestellt und den Schritt damit begründet, es gebe keinen Verdacht, dass die spätere Vergewaltigung „vorhersehbar” gewesen sei. Der Fall hatte in der Region wegen des Verhaltens der Polizei für Aufsehen gesorgt.

Das Mädchen war nach eigenen Angaben von dem Mann in Bonn ins Auto gezerrt, verschleppt, gefangen gehalten und vergewaltigt worden. Eine Zeugin hatte die Szene am Auto beobachtet und die Polizei alarmiert. Zugleich gab sie das Kennzeichen an. Bei einer Überprüfung des Halters wurde zwar festgestellt, dass der Mann ein vorbestrafter Sexualtäter war. Weitere Schritte seitens der Polizei sollen aber unterblieben sein.

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