Ermittlungen gegen Ex-Chef der Lanxess-Arena

Von: dpa
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Köln. Gegen den früheren Chef der Kölner Lanxess-Arena, Ralf Bernd Assenmacher, wird wegen des Verdachts der Beihilfe zur Untreue ermittelt.

Die Staatsanwaltschaft Köln bestätigte am Montag entsprechende Medienberichte. Geprüft würden „ein Pensionsvertrag zugunsten von Assenmacher” und ein Repräsentanzvertrag mit der Assenmacher Multitasking Management GmbH.

Assenmacher habe möglicherweise für vertraglich vereinbarte Zahlungen „keine adäquate Gegenleistung erbracht”, sagte Oberstaatsanwalt Günther Feld auf Anfrage. Über die Höhe der Zahlungen und darüber, mit wem die Verträge wann geschlossen wurden, machte er keine Angaben.

Nach Informationen von „Kölnischer Rundschau” und „Kölner Stadt-Anzeiger” geht es um Zahlungen von insgesamt 1,2 Millionen Euro. Assenmacher habe das Geld von Ende der 1990er bis Mitte der 2000er Jahre von einer Bank erhalten. Die Zeitungen berufen sich auf „Ermittlerkreise” und „Justizkreise”.

Assenmachers Anwalt bestritt die Vorwürfe und kritisierte das Vorgehen der Staatsanwaltschaft. Die Behörde sei in Räume seines Mandanten „einmarschiert”, obwohl man ihr alle relevanten Unterlagen auch freiwillig herausgegeben hätte, sagte er der „Kölnischen Rundschau”. Die Staatsanwaltschaft kommentierte die Kritik nicht. Feld sagte lediglich, es habe vor rund zwei Wochen eine Durchsuchungsaktion gegeben.

Unternehmer Assenmacher hatte die Lanxess-Arena mitbegründet, die als eine der größten Veranstaltungshallen in Deutschland gilt. Vor einem Jahr hatte er seine Tätigkeit als Geschäftsführer vorzeitig aufgegeben und dafür gesundheitliche Gründe genannt.

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