Ermittler sichern nach Doppelmord 237 Spuren

Von: dpa
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Düsseldorf. Drei Wochen nach einem mysteriösen Doppelmord in Düsseldorf gehen die Ermittler insgesamt 237 Spuren nach. Inzwischen lägen auch erste Analyse-Auswertungen der am Tatort sichergestellten DNA-Spuren vor, sagte ein Polizeisprecher am Mittwoch auf Anfrage. Die Ergebnisse seien allerdings noch geheim.

Zwei unmaskierte Männer waren morgens in die Wohnung einer zurückgezogen lebenden Familie eingedrungen und hatten eine 39- jährige Frau und ihren 82-jährigen Vater mit jeweils mehreren Kugeln erschossen. Die 81-jährige Mutter überlebte in einem Nebenraum, in den sie die Mörder gesperrt hatten. Die alte Frau hatte bei der Bluttat einen schweren Schock erlitten.

Es gebe zahlreiche Ermittlungsansätze, über die derzeit aber noch nicht gesprochen werden könne, hieß es. Das 39-Jährige Mordopfer arbeitete freiberuflich als Yoga-Lehrerin, Heilpraktikerin und Autorin. Sie war studierte Philosophin und Historikerin. In den Medien war über Verbindungen in eine sektenartige Yoga-Szene spekuliert worden. Die Familie lebte abgeschottet - die Fenster ihrer Wohnung waren selbst an Sonnentagen verhängt.

Die Opfer wurden unter starken Sicherheitsvorkehrungen beerdigt. Mit der Polizeipräsenz sollte die 81 Jahre alte überlebende Zeugin des Verbrechens besonders geschützt werden. Auch Ort und Termin der Beisetzung waren deswegen geheim gehalten worden.

Die 30-köpfige Mordkommission „Altenbrück” sucht seit drei Wochen nach den Tätern. Zeugen hatten die zwei Männer am Tatort beobachtet. Da keiner der Nachbarn etwas von den Schüssen gehört hatte, ist es nicht auszuschließen, dass die Täter Schalldämpfer benutzten. Zu den Waffen hüllen sich die Ermittler allerdings ebenfalls in Schweigen. Über das Motiv der Unbekannten wird weiter gerätselt. „Wir werden das Rätsel lösen”, sagte ein Polizeisprecher.

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