Entscheidung über Gartenschau 2017 vertagt

Von: Udo Kals
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Der Elisengarten im Herzen von Aachen wird derzeit umgestaltet. Auch die Internationale Gartenbauausstellung könnte möglicherweise neue Impulse für geben. Foto: Michael Jaspers

Schwerin/Aachen. Die Sektflaschen standen schon bereit - und dann das: Völlig überraschend ist die Entscheidung über die Vergabe der Internationalen Gartenbauausstellung (IGA) im Jahr 2017 am Sonntag in Schwerin vertagt worden.

Ob Aachen oder Berlin den Zuschlag für das 49 Millionen Euro schwere Projekt erhält, wird sich nun erst am 15. Dezember entscheiden. „Grund dafür ist, dass beiden Bewerbern die notwendige Zeit gegeben werden soll, in den Gremien die Entscheidungen zum Vertragsabschluss mit der Deutschen Bundesgartenbau-Gesellschaft (DBG) als Veranstalter zu treffen”, lautete am Sonntag die offizielle Stellungnahme seitens der IGA. Im Klartext: Offensichtlich hatten sich sowohl die Aachener als auch die Berliner Bewerber außer Stande gesehen, wesentliche vertragliche Eckpunkte rechtzeitig bis zum vergangenen Freitag, dem 9. Oktober, feinabstimmen zu können.

So sollte unter anderem festgeschrieben werden, dass die DGB vier Millionen Euro für Personal- und Sachkosten erhält, wobei unklar blieb, welche Gegenleistung sie gibt. Vertraglich zusichern sollte die Region zudem Investitionen in Höhe von 49 Millionen Euro. Aachens Oberbürgermeister Jürgen Linden (SPD) und der Landrat des Kreises Aachen, Carl Meulenbergh (CDU), hatten bereits im September klar gestellt, dass die Verträge „in dieser Form nicht unterzeichnet würden”.

Städteregionsrat Helmut Etschenberg zeigte sich am Sonntag überrascht: „Wir sind natürlich enttäuscht, dass heute keine Entscheidung gefallen ist. Wir dürfen aber jetzt nicht hadern, sondern müssen optimistisch nach vorne schauen.” Immerhin war Aachen mit einer 18-köpfigen Delegation nach Schwerin gereist, wo die Entscheidung im Rahmen der Abschlussveranstaltung der jetzigen IGA bekanntgegeben werden sollte. „Ein Signal, dass wir es wirklich ernst meinen mit unserer Bewerbung”, sagte Etschenberg. Beim Geschäftsführer der Deutschen Bundesgartenbau-Gesellschaft (DBG), Matthias Schmauder, scheint dieses Signal angekommen zu sein. „Das hat großen Eindruck auf die Jury gemacht.”

Während Schmauder sagte, man habe die Aachener darüber in Kenntnis gesetzt, dass es keine Entscheidung geben werde, wunderte sich Etschenberg: „Wir wussten von nichts. Und wenn uns im Vorfeld jemand hätte in Kenntnis setzen wollen, dann wäre ihm das auch ganz gewiss gelungen.”
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