Einspruch! Streitgespräch auf Augenhöhe

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Treffen am 9. Dezember aufeinander: Aachens Landgerichtspräsident Stefan Weismann... Foto: Kroemer
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...und Norbert Blüm, Autor von „Einspruch!“ Foto: Kroemer

Aachen. „Einspruch!“ Ein Wort, ein Buchtitel: Norbert Blüm, streitbar wie eh und je und keinen Konflikt auslassend, hat in Buchform wieder ein neues Kapitel aufgeschlagen. Diesmal nimmt er sich die Justiz vor, und der Untertitel ist Klartext: „Wider die Willkür an deutschen Gerichten“.

Die Vorwürfe an Richter, Staatsanwälte, Rechtsanwälte und Gutachter sind massiv, und Norbert Blüms Vorwort lässt an Deutlichkeit nichts vermissen: „Ich sage es ganz offen: Dies ist ein Buch über die Verlotterung der dritten Gewalt in unserem Land, und ich lasse Schonungslosigkeit walten. Auch auf die Gefahr hin, dass sich einige ihrer Vertreter auf den Schlips getreten fühlen. Mögen sie ihn sich abreißen und mit mir in eine Diskussion auf Augenhöhe einsteigen.“ Gesagt, getan, Herr Blüm! Das setzen wir in die Praxis um.

Einer, der sich nicht auf den Schlips getreten fühlt und ihn sich deshalb auch nicht abreißen muss, hat das Blüm-Buch genau gelesen und wird mit dem Autor darüber diskutieren: Stefan Weismann, Präsident des Landgerichts Aachen. Wir laden Sie, liebe Leserinnen und Leser, herzlich ein, am Dienstag, 9. Dezember, 19 Uhr, mit dabei zu sein, wenn es heißt: „Zu Gast bei uns: Norbert Blüm“.

Anmeldungen bitte per E-Mail an forum@zeitungsverlag-aachen.de oder unter Telefon 0241/5101-346 (Mo-Fr 9-17 Uhr). Das Forum findet im Pressehaus-Kasino des Zeitungsverlags Aachen, Dresdener Straße 3, statt.

Im ersten Teil des Abends spricht Norbert Blüm mit unserem Chefredakteur Bernd Mathieu über das Buch, im zweiten Teil kommt dann Stefan Weismann als Gesprächspartner hinzu. Im dritten Teil besteht die Gelegenheit zu Publikumsfragen.

„Das Buch entstand aus Beleidigung“, schreibt Blüm. „Meine Betroffenheit, hervorgerufen durch Demütigung von Menschen, die ich gut kenne, ist größer als die Hemmung, mich an die Arbeit in einem Gebiet zu machen, in dem ich Dilettant bin.“ Blüm nennt in seinem Buch konkrete Fälle, erhebt aber auch pauschale Vorwürfe und hat sich damit erwartungsgemäß schon erhebliche Kritik eingefangen.

Thomas Fischer, Vorsitzender Richter am Bundesgerichtshof in Karlsruhe, kommentiert: „Phänomenal ist des Autors Fähigkeit, ohne Kenntnis von Gegenposition und Rechtslage zu wissen, was ,richtig‘ ist und was ,gerecht‘.“ Fischer räumt ein, dass Blüms Vorwürfe nicht frei erfunden seien, das Justizsystem Fehler produziere und sich oft schwer tue, Fehler zu korrigieren. „Aber rechtfertigt das ein solches Elaborat? Wo sind Gegenbeispiele? Wo finden sich die hunderttausend Menschen, die sich nach besten Kräften, mit hohem Engagement und einem Gewissen, das kein bisschen weniger wert ist als das des clownesken Bundesministers a. D., jeden Tag um die Verwirklichung des Rechtsstaats bemühen?“

Norbert Blüm bleibt bei seiner Meinung: „Auf der Strecke bleiben vor allem die sogenannten kleinen Leute, die nicht den Funken einer Chance besitzen, ihr Recht zu bekommen.“ Das kann eine spannende und kontroverse Diskussion geben am 9. Dezember. Wir freuen uns über Ihre Anmeldung und Teilnahme!

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