Einnahmen des Kölner Erzbistums sinken drastisch

Von: dpa
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Köln. Das Kölner Erzbistum, das größte Bistum in Deutschland, nimmt infolge der Wirtschaftskrise drastisch weniger Kirchensteuer ein.

Für 2010 werde die wichtigste Finanzquelle des Erzbistums um 16 Prozent auf noch 610 Millionen Euro sinken, sagte Generalvikar Dominik Schwaderlapp am Donnerstag. Bei einem geplanten Etat von 863 Millionen Euro müsse das Erzbistum nun „mit Vorsicht navigieren”.

Dennoch sollen die Investitionen in Schulen mit Übermittag- Betreuung und in den Ausbau von Kindergartenplätzen für die Kleinsten unter drei Jahren steigen. Die Kirchen sind in Nordrhein-Westfalen die größten Anbieter von Kita-Plätzen, die katholische Kirche ist dabei stärker engagiert als die evangelische, wie Schwaderlapp erklärte. Ein „Zwischenhoch” bei der Kirchensteuer 2008 helfe, die „Durststrecke” durchzustehen. Auch für 2011 sei mit sinkenden Einnahmen zu rechnen. Das Erzbistum hatte vor einigen Jahren einen strikten Sparkurs fahren müssen. Eine solche erneute Rosskur stehe aber nicht an.

2010 gleicht das Erzbistum eine Finanzlücke von knapp 46 Millionen Euro aus, indem es auf seine Rücklagen zurückgreift. „Wir stellen den Haushalt sparsam auf, müssen aber kein Sparprogramm umsetzen, sagte Finanzdirektor Hermann Josef Schon.

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