Eine eigene Rose für die Gartenschau 2014

Von: Laura Beemelmanns
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Die Kurkölnische Landesburg ist das Wahrzeichen der Stadt Zülpich. Im Zuge der Landschaftsgestaltung zur Landesgartenschau 2014 wurde ein Beet angelegt und mit mehr als 800 Rosen bepflanzt. Zuvor wucherten hier wilde Büsche und andere Pflanzen, so dass die Sicht auf die Burg eingeschränkt war. Foto: Laura Beemelmanns

Zülpich. Es sind noch genau 223 Tage, dann kommen die ersten Besucher auf das 25 Hektar große Gelände der Landesgartenschau (Laga) 2014 in Zülpich. Und auch wenn schon heute einige Neugierige vor den Zäunen am Seepark oder der Kurkölnischen Landesburg stehen und durch die Gitter linsen, müssen sie sich noch gedulden.

Wer es dennoch nicht erwarten kann, hat sowohl im September als auch im Oktober die Möglichkeit, sich einer Baustellenführung anzuschließen.

Auf der Fläche von rund 35 Fußballfeldern erwartet Zülpich zwischen April und Oktober 2014 rund 400.000 Besucher. Bis es soweit ist, müssen allerdings noch einige Blumen und Sträucher gepflanzt und viele Baustellen fertiggestellt werden. Es hat sich aber schon jetzt was getan in der Römerstadt, die einst Tolbiacum hieß. Die Kurkölnische Landesburg wurde beispielsweise von Büschen und allerlei hoch wuchernden Pflanzen befreit. „Diesen Anblick kennen selbst die Zülpicher nicht“, sagt die Sprecherin der Laga, Jennifer Held. Außerdem wurde der Marktplatz komplett umgestaltet. „Der Platz wurde erhöht und neu bepflastert. Nun hat man von dort einen besseren Blick auf einen Teil der historischen Stadtmauer“, sagt Held.

Auch viele Straßen wurden saniert. Zülpich ist zudem um einige Kreisverkehre reicher, die alten Ampelanlagen sind nun weg. „Es hat sich unheimlich viel getan, und wir sind schon gut fortgeschritten“, sagt die Prokuristin der Laga, Judith Dohmen-Mick, über den aktuellen Sachstand. Die Römerbastion am Seepark ist schon so gut wie fertig. Es fehlt nur noch das Geländer – und rund 100.000 Tulpen, die den Hang hinunter zum See verschönern sollen. Sogar einige der insgesamt zwölf Hausgärten lassen schon erkennen, wohin der Weg führen wird, der unter dem Motto „Von der Römerzeit bis ins 21. Jahrhundert“ steht.

Auf jeweils 150 bis 250 Quadratmetern, den Maßen des Gartens eines Einfamilienhauses nachempfunden, präsentieren zwölf Partnerunternehmen Themengärten. Es wird beispielsweise einen Garten in blau geben, der ein blaues (Blüten-)Meer darstellen soll. Umrandet ist die Parzelle von besonders wetterfestem Baustahl. Diese Corstenstahlplatten werden aufgrund ihrer Unempfindlichkeit gegenüber Witterungseinflüssen häufig auch in der Architektur künstlerisch eingesetzt. Daher wurden die Platten bereits installiert, damit sie bis April rosten können. „Die Platten werden dadurch im Sonnenlicht goldfarben glänzen“, sagt Held.

Der Mondgarten – oder auch Tempel der Luna – hingegen soll einen römischen Tempelgarten aus der Antike darstellen. Dazu werden eine sichelförmige Terrasse und ein sichelförmiger Teich angelegt. Im Garten der Genüsse sollen Mauern, Sitzplätze und eine Quellwand mit Wasser entstehen, es gibt eine Lounge-Ecke und einen Esstisch ebenso wie die Outdoor-Küche und eine Sauna.

Die Themengärten werden allerdings nicht die einzigen Besonderheiten sein. „Aus Anlass der Landesgartenschau in Zülpich haben sich ein regionaler Gartenbaubetrieb und die Bürger dafür eingesetzt, dass wir eine eigene Rose züchten“, sagt Held. Die Rose de Tolbiac wächst schon vor der Kurkölnischen Burg im Rosengarten, in dem mehr als 800 Rosen verpflanzt wurden. Sie ist weiß-rosafarben und hat einen lieblichen Duft.

Auch ein eigenes Maskottchen namens „Tolbienchen“ haben die Zülpicher. Sie trägt aufgrund der Historie der Römerstadt eine entsprechende Tracht. Zudem erwartet die Besucher „als Hauptattraktion eine Greifvogelschau am Seepark“, sagt Jennifer Held. Dabei soll auch Wissenswertes über die Biologie, das Verhalten und den Lebensraum der Tiere berichtet werden.

Bislang wurden für das Projekt 80 Prozent der insgesamt 23,7 Millionen Euro verplant. Fertig ist jedoch noch nicht alles. „Bis zur Eröffnung am 16. April haben wir eine Baustelle“, sagt Jennifer Held, ist aber optimistisch, dass alles fertig wird.

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