Einbrecherbande verhaftet: Über 120 Taten in der Region

Von: Marlon Gego
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Gemeinsam hatten alle Einbrüche, dass die Fenster von Reihenhäusern und freistehende Einfamilienhäusern mit der sogenannten Fensterbohrermethode geöffnet wurden. Symbolfoto: imago

Aachen/Düren/Heinsberg. Die Polizei hat Anfang August drei Mitglieder einer Einbrecherbande verhaftet, deren Mitglieder in mindestens 120 Wohnungen eingebrochen sein sollen. Entsprechende Informationen unserer Zeitung bestätigte am Montag ein Sprecher der Aachener Polizei. Die mutmaßliche Bande soll für Dutzende Einbrüche in Stadt und Altkreis Aachen, den Kreisen Düren und Heinsberg verantwortlich sein.

Nach gemeinsamen Ermittlungen der dortigen Polizeibehörden konnten Kriminalbeamte am 6. August zwei mutmaßliche Bandenmitglieder in Düren und eines in Stolberg verhaften. Die Männer im Alter von 26 bis 40 Jahren sitzen seitdem in Untersuchungshaft.

Die Bande hatte sich auf die immer gleiche Weise Zutritt meist in Reihenhäuser und freistehende Einfamilienhäuser verschafft. Mitte März ging die Aachener Polizei von einer Einbruchsserie derselben Täter aus und schaltete die Kollegen in Heinsberg und Düren ein. Auch dort waren Einbrüche mit der sogenannten Fensterbohrermethode festgestellt worden, die gemeinsamen Ermittlungen begannen.

Der 40 Jahre alte Chef der Bande wohnt in Stolberg. Wie viele Mitglieder die Bande insgesamt hat, steht im Moment noch nicht fest, die Ermittlungen dauern laut Polizei noch an.

Einbrüche, die der Bande zugerechnet werden, wurden zwischen März und Juli in Aachen, Roetgen, Simmerath, Stolberg, Eschweiler, Nideggen, Titz, Hürtgenwald, Vettweiß, Langerwehe, Übach-Palenberg und Wegberg registriert. Außerdem in Mönchengladbach, Düsseldorf und im Sauerland. „Es ist davon auszugehen, dass die Bande für weitere Einbrüche im Bundesgebiet infrage kommt“, sagte Polizeisprecher Paul Kemen.

Es sei möglich, dass die Bande für „mehr als 200 Einbrüche“ verantwortlich ist. Die Verhaftung der drei Männer erfolgte offenbar im letzten Moment: Die drei Verdächtigen waren nach Polizei-Angaben dabei, sich in ihre Heimat Albanien abzusetzen.

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