Aachen - Ein großes Fest für alle Bücherfreunde

Ein großes Fest für alle Bücherfreunde

Von: wp
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Alles, was man für lange Winterabende braucht: jede Menge Lesestoff von der ZVA-Bücherbörse, hier im Jahr 2012. Foto: Andreas Steindl

Aachen. Schon um der Sache willen, um die es geht, eine schöne Anekdote: Das Ehepaar hortete regelrecht seine ganz persönlichen Schätze, kam immer wieder und brachte der jungen Dame hinter einem der Verkaufstische einen Stapel Bücher, damit sie zur Seite gelegt, reserviert wurden. Am Ende der langen „Schatzsuche“ kam eine beträchtliche Anzahl antiquarischer und wertvoller, aber auch aktueller Bücher zusammen.

278 Euro standen schließlich zu Buche. „260 ist okay“, wurde beiden ein kleiner Rabatt angeboten. „Das ist nicht okay“, sagte der Herr freundlich, aber doch nachdrücklich. „Wir wissen erstens, was wir hier gefunden haben. Und es geht zweitens um einen guten Zweck. Ich gebe Ihnen 300.“ Da gab‘s dann keinen Widerspruch.

Gefunden hatten beide in Tausenden Büchern offenkundig viel Gesuchtes. Und der gute Zweck: Das ist der Verein „Menschen helfen Menschen“ unserer beiden Tageszeitungen Aachener Zeitung/Aachener Nachrichten mit ihren regionalen Ausgaben im Zeitungsverlag Aachen (ZVA), der unverschuldet in Not geratene Bürgerinnen und Bürger, Familien und In­stitutionen, die es bitter nötig haben, unbürokratisch und schnell finanziell unterstützt.

Riesengroßer Andrang

Dem Verein, dessen Vorsitzender und stellvertretender Vorsitzender seit vielen Jahren Chefredakteur Prof. Bernd Mathieu und stellvertretender Chefredakteur Erich Behrendt sind, kommt auch der Erlös des kommenden ZVA-Büchermarktes zugute. Die Veranstaltung, auf der einmal mehr viele tausend antiquarische und aktuelle Bücher angeboten werden, die Leserinnen und Leser unserer Zeitung gespendet haben, findet am Samstag, 30. November, zum vierten Mal statt (10 bis 16 Uhr).

Rückblick: Der Andrang bei der dritten Auflage Ende November 2012 war riesengroß. So groß, dass es zuweilen eng wurde im Pressehaus-Kasino und Foyer des Verlagshauses. Die meisten Besucher verließen oft mit gleich mehreren vollen Tüten zufrieden die Veranstaltung. Dies in dem Wissen, gut erhaltene, oft auch nagelneue oder alte und gesuchte Druckwerke für „kleines Geld“ erworben und damit gleichzeitig den Verein „Menschen helfen Menschen“ unterstützt zu haben.

Das Ergebnis war bemerkenswert – es lag im hohen vierstelligen Bereich. Dies hängt hauptsächlich mit drei Faktoren zusammen: Erstens spenden Leserinnen und Leser im Vorfeld unzählige Bücher in bestem Zustand. Zweitens wissen dies die Besucher zu schätzen und machen regen Gebrauch von den Angeboten aus allen Sammel- und Interessengebieten. Und drittens sorgte eine Schar von rund 25 freiwilligen Helferinnen und Helfern für einen reibungslosen Ablauf des sechsstündigen Büchermarktes.

Vereinsvorsitzender und Chefredakteur Bernd Mathieu, bei der Veranstaltung stets selbst ehrenamtlicher „Verkäufer“, zog einmal mehr ein erfreuliches Fazit: „Großartig, welch hochwertigen Bücher uns zur Verfügung gestellt und mit welcher Begeisterung sie gekauft worden sind. Allen Spendern, Käufern und freiwilligen Helfern der Veranstaltung ein herzliches Dankeschön.“

Drei Garagen voller Bücher

Trotz sorgfältiger Sortierung und wohlgeordneter Präsentation während der Veranstaltung ist es schwer zu beziffern, wie viele antiquarische und neue Bücher aus fast allen Sammelgebieten denn nun am 30. November zu sehr moderaten Preisen angeboten werden. Konkretisieren lässt sich dagegen die Größenordnung des Angebotes: Drei Garagen sind es in etwa, bis unters Dach mit gespendeten Büchern gefüllt. Mit Büchern die in kleinen und auch großen Mengen von Menschen für Menschen zur Verfügung gestellt worden sind.

So hat die Kirchenzeitung des Bistums Aachen ihre Bibliothek verkleinert und den überschüssigen Bestand mit einem großen Anteil Reiseliteratur ebenso zur Verfügung gestellt wie eine Aachener Unternehmerfamilie, aus deren privater Bibliothek viele Schätze gespendet wurden. Ein Raumvolumen von drei Garagen ist allerdings eine kleine Untertreibung. Denn damit nicht genug. Ein großer Raum in den „Katakomben“ des ZVA-Gebäudes ist gleichfalls gefüllt mit hoch beladenen Paletten voller Bücherkartons, die auf neue Besitzer warten.

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