Aachen - Ein Amt, ein Ziel: Bessere Kontrollen für Verbraucher

Ein Amt, ein Ziel: Bessere Kontrollen für Verbraucher

Von: vm
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Eier
Ein Becher mit Eigelb von Hühner-Eiern steht in einem Labor zur Untersuchung. Foto: dpa

Aachen. Von Lebensmittelkontrolleuren gesammelte Proben aus Restaurants, Dioxinbelastung bei Eiern oder von Verbrauchern eingereichte Kosmetikprodukte auf nicht zugelassene Inhaltsstoffe zu untersuchen - das sind Aufgaben der Chemischen und Veterinäruntersuchungsämter. Bislang gab es in der Region vier.

In Aachen, Bonn, Köln und Leverkusen. Diese sind jetzt im Chemischen und Veterinäruntersuchungsamt Rheinland zusammengefasst. Am Mittwoch fand im Aachener Rathaus die konstituierende Sitzung der neuen Behörde statt.

In den kommenden Jahren soll auch ein gemeinsamer Standort entstehen. „Wo, ist noch vollkommen offen”, sagt Vorstandsvorsitzender Gerhard Löhr, bisheriger Leiter des Instituts der Stadt Aachen. Keiner der bisherigen Standorte biete genügend Kapazitäten für die insgesamt rund hundert Mitarbeiter - und das Kölner Institut käme schon deshalb nicht in Frage, weil an der Stelle das neue Stadtarchiv gebaut werden soll.

Für den Verbraucher ändert sich zunächst nichts, er kann wie gehabt Proben bei den Lebensmittelkontrolleuren oder direkt bei den Ämtern abgeben. Neu ist jetzt, dass eine gemeinsame Datenbank eingerichtet wird und dass nicht mehr nur das Land und die kreisfreien Städte die Kosten der Lebensmittel-, Kosmetik- und Bedarfgegenstanduntersuchung tragen, sondern auch die übrigen Nutznießer innerhalb des Regierungsbezirks Köln, also die Städteregion Aachen, die Kreise Düren, Euskirchen, Heinsberg, Rhein-Erft, Rhein-Erft, der Oberbergische und der Rheinisch-Bergische Kreis.

Früher gab es in NRW 20 Ämter dieser Art, bald werden es fünf sein: neben dem Amt Rheinland in Düsseldorf, Münster, Detmold und Arnsberg. „Ziel ist es, an den einzelnen Standorten Schwerpunkte zu bilden”, sagt Juliane Becker vom NRW-Verbraucherschutzministerium, das Träger der Veterinäruntersuchungen ist. Etwa eine Stelle für Pestizide, die andere für die Überwachung der Backindustrie. Das Budget des Chemischen Veterinäruntersuchungsamts Rheinland liegt bei 8,3 Millionen Euro, 18.000 Proben werden jährlich untersucht.
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