Eifelwald-Verkauf ist beschlossen

Von: dpa
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Düsseldorf. Der umstrittene Staatswaldverkauf in der Eifel ist beschlossene Sache. SPD und Grüne scheiterten am Mittwoch im nordrhein-westfälischen Landtag mit einem Antrag, den Verkauf noch zu stoppen.

CDU und FDP erklärten den Antrag der Opposition mit ihrer Mehrheit für erledigt. Die Zustimmung zum Verkauf der Eifelflächen sei bereits mit der Verabschiedung des Nachtragshaushalts im vergangenen Monat erteilt worden, argumentierten die Regierungsfraktionen.

Das Land will gegen den massiven Widerstand der Region rund 3000 Hektar Eifelwald im Kreis Euskirchen an die private Familienstiftung Bofrost verkaufen.

Mit dem Verkaufserlös sollen Haushaltslöcher gestopft werden. Die Opposition befürchtet Nachteile für den Natur- und Artenschutz ebenso wie für den Tourismus.

NRW-Umweltminister Eckhard Uhlenberg (CDU) warf SPD und Grünen vor, Panik zu schüren. Ihre Unterstellung, der Wald werde nun abgeholzt, eingezäunt oder unsachgemäß bewirtschaftet, sei eine Beleidigung für die 150.000 privaten Waldbesitzer in NRW.

Auch für Spaziergänger ändere sich nichts. „Es kann doch nicht jeder Waldbesitzer die Wälder dicht machen.” Dies sei rechtlich gesichert.

Bei dem Verkauf gehe es lediglich um 0,3 Prozent der Waldfläche in NRW. Die Staatswaldfläche sei in den vergangenen Jahren stetig auf fast 120.000 Hektar vergrößert worden.

Mit dem Erlös des Eifelwald- Verkaufs würden in den nächsten Jahren weitere Flächen für den Hochwasserschutz hinzugekauft. In NRW sind zwei Drittel des Waldes in privatem Eigentum. Insgesamt gibt es im Land 937.000 Hektar Wald.

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