Aachen - Echte Läufer lachen über Regen

Echte Läufer lachen über Regen

Von: Robert Flader
Letzte Aktualisierung:
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Sportlicher Einsatz vor historischer Kulisse: Rund 1800 Läufer aller Altersgruppen gingen auf die drei Strecken.

Aachen. Es regnet. Und es ist kalt. Ziemlich sogar. Eigentlich nicht die besten Vorraussetzungen, um im Freien den sportlichen Kick zu suchen. Eigentlich! Denn wenn es um den Aachener Sylvesterlauf geht, spielen solch unangenehme äußere Faktoren eben nur eine nebensächliche Rolle.

Was zählt, ist einzig und allein das Kult-Event rund um den Markplatz, das gleich in seine 32. Runde geht. Das scheint für rund 1800 Sportbegeisterte Motivation genug.

Vorher müssen alle Läufer allerdings noch schnell zu Katinka Schulte-Ebbert. Die Fitness-Trainerin bereitet in mehreren Etappen die vielen Teilnehmer auf den Sylvesterlauf des DLC Aachen, dessen Medienpartner die AZ ist, vor. Stück für Stück, ganz sorgfältig. „Ist schon ´was kalt hier oben”, sagt die 26-Jährige und lächelt trotzdem. „Bei den Temperaturen ist aufwärmen ganz besonders wichtig.”

Auf der kleinen Bühne direkt vor dem Ziel, dort, wo später die Siegerehrungen stattfinden, fängt sie mit dem lockeren Warm-up-Programm an: langsam strecken, ein wenig hüpfen und schließlich kräftig klatschen. „Alle Läufer sollen ja gut vorbereitet sein.”

Nach rund zehn Minuten sind sie es. Nun wartet alles auf den offiziellen Startschuss: Vom Marktplatz über die Jakobstraße, den Annuntiatenbach und den Seilgraben Richtung Großkölnstraße und schließlich wieder zum Ziel jagen die vielen großen und kleinen Athleten ihren ganz persönlichen Zielen und Zeiten hinterher.

Die einen, wie 4,8-Kilometer-Siegerin Claudia Leschnik, mit etwas mehr Ehrgeiz, andere mit ein wenig mehr Ruhe und Gelassenheit. Sie wollen einfach dabei sein. Was die Teilnehmer eint, ist ihre Standhaftigkeit: Von den Temperaturen und dem leichten Nieselregen lässt sich so schnell keiner einschüchtern.

Schulen am Start

Die Stimmung unter den passionierten Sportlern ist prächtig. Die Beteiligung ebenfalls, besonders unter den ganz kleinen Lauffreunden. So gehen exemplarisch für viele Aachener Schulen auch die Grundschule Am Höfling und die Triathlon AG des St. Ursula Gymnasiums mit dutzenden Kindern und Jugendlichen an den Start.

Mit einem 1,2 Kilogramm schweren „Handicap” mischt sich auch Peter Borsdorff unter die Läufer. Er sammelt für seine Aktion „Running for kids”. Am Ende werden es genau 284,60 Euro sein, die Borsdorff im wahren Sinne mit sich „rumschleppt”. „So läuft es sich doch viel besser”, sagt er und schnürt vor der AZ-Bühne noch einmal seine Laufschuhe.

Drinnen hat es Claudia Creutz schon etwas gemütlicher. Allerdings nur, was die Temperaturen betrifft. Denn auch in der Aula Carolina unweit des Marktes geht es hoch her, hier erhält jeder seine Startberechtigung, seine Startnummer. Bei der Mit-Organisatorin des DLC sind die Läufer richtig.

„Trotz des schlechten Wetters gibt es unglaublich viele Nachmeldungen”, sagt Creutz. Sie muss weiter, die fehlenden Leibchen wollen vor dem nächsten Start schnell noch an den Mann, respektive die Frau, gebracht werden. Da bleibt wenig Zeit zum Durchatmen.

Draußen macht Katinka Schulte-Ebbert sich und die tapfer ausharrenden Sportler für den dritten und letzten, den 10.000-Meter-Lauf warm. Es regnet immer noch. Doch das macht nichts. Hauptsache, die Läufer werden warm. Das ist alles, was wirklich zählt.
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