Düsseldorf - Düsseldorfer Rotlicht-Skandal: Bordelle bleiben dicht

Düsseldorfer Rotlicht-Skandal: Bordelle bleiben dicht

Von: dpa
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Nach dem Düsseldorfer Rotlicht-Skandal um betäubte und ausgeplünderte Freier bleiben die betroffenen Bordelle geschlossen.

Düsseldorf. Nach dem Düsseldorfer Rotlicht-Skandal um betäubte und ausgeplünderte Freier bleiben die betroffenen Bordelle geschlossen. Nach einer mehrstündigen Erörterung vor dem Düsseldorfer Verwaltungsgericht zog die Betreiberfirma ihre Eilanträge zurück.

Das gab ein Gerichtssprecher am Dienstag bekannt. Mit den Anträgen hatte die Betreibergesellschaft versucht, das Verbot der Stadt aufheben zu lassen, um den Betrieb in den Freudenhäusern wieder aufnehmen zu können.

Die Stadt nahm lediglich ihr umfassendes Gewerbe-Verbot zurück. Der Betreiberfirma ist damit erlaubt, sich abseits von Bordellen und Gaststätten wirtschaftlich zu betätigen. „Bordell-König” Bert Wollersheim war vor gut zwei Wochen nach siebenwöchiger Untersuchungshaft freigelassen worden. Das Düsseldorfer Landgericht sah zwar keinen dringenden Tatverdacht gegen den 61-Jährigen, hatte aber die systematische Plünderung der Freier in den Bordellen nicht in Zweifel gezogen.

Reihenweise sollen Freier mit K.o.-Tropfen schachmatt gesetzt worden sein, um ihre Kreditkarten zu plündern. Um die Opfer von Strafanzeigen abzuhalten, sollen die Freier inmitten von Prostituierten und großen Champagnerflaschen fotografiert worden sein. Anfang Juli waren die Ermittler mit einer großen Razzia dem Verdacht nachgegangen. Die Stadt Düsseldorf hatte nach Bekanntwerden der Vorwürfe vier Bordelle und eine Gaststätte geschlossen. Mehrere Beschuldigte sitzen noch in Untersuchungshaft.

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