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Düsseldorfer Polizist soll Aachenerin betrogen haben

Von: Marlon Gego
Letzte Aktualisierung:
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Polizei beim Polizisten: Die Aachener Kriminalpolizei durchsuchte das Büro des Kiminalpolizisten Jürgen F. im Düsseldorfer Polizeipräsidium. Eine Aachenerin wirft ihm Betrug vor. Foto: stock/Christian Ohde

Düsseldorf/Aachen. Dass in Düsseldorf die Zahl der Autodiebstähle spürbar gesunken ist, wird vor allem Jürgen F. zugeschrieben. F. entwickelte mit seinen Leuten ein neues Konzept, das unter anderem erhöhte Polizeipräsenz in den Diebstahlschwerpunktgebieten vorsieht, besonders am Flughafen. Die öffentliche Präsentation seiner Erfolge hat Jürgen F. immer großen Spaß gemacht, er wurde zu einem der bekannteren Gesichter des Düsseldorfer Polizeipräsidiums.

Die Nachricht von seiner Suspendierung passt nicht so recht ins Bild des vorbildlich arbeitenden Polizisten, aber dennoch: Polizeipräsident Herbert Schenkelberg hat Jürgen F. vergangene Woche bis auf weiteres das Führen seiner Dienstgeschäfte untersagt.

Auslöser ist die Anzeige einer 49 Jahre alten Frau aus Aachen, die Hauptkommissar F. vergangenen Oktober des Betruges beschuldigt hat, wie Jost Schützeberg, Sprecher der Aachener Staatsanwaltschaft, am Dienstag auf Anfrage unserer Zeitung bestätigte.

Die 49-Jährige wirft Jürgen F. vor, sie beim Kauf eines Kleinwagens im Wert von etwa 4000 Euro betrogen zu haben. F.s Frau handelt mit gebrauchten Autos, Hauptkommissar F., so lautet der konkrete Vorwurf, habe im Verkaufsgespräch einen Unfallschaden am Auto verschwiegen. Und das auch noch während seiner Dienstzeit.

Die Staatsanwaltschaft stellte einen sogenannten Anfangsverdacht fest und leitete ein Ermittlungsverfahren ein. Im Zuge dessen gab es Hausdurchsuchungen, unter anderem ließ die Staatsanwaltschaft Akten an F.s Arbeitsplatz sicherstellen.

In Aachen sind die Ermittler dabei, die gesicherten Beweise auszuwerten. Parallel dazu läuft nach Informationen unserer Zeitung gegen Jürgen F. ein Ermittlungsverfahren wegen Steuerhinterziehung, wozu die Staatsanwaltschaft allerdings keine Auskünfte erteilt.

Die in Düsseldorf erscheinende „Rheinische Post“ schrieb diese Woche, dass F. im Düsseldorfer Polizeipräsidium aufgrund seiner Erfolge und seiner Öffentlichkeit durchaus nicht nur Freunde habe. In der Behörde sollen anonyme Briefe im Umlauf sein, die kein gutes Bild von F. zeichnen. Über seine Schuld sagt das freilich wenig aus.

Im Übrigen ist eine Anzeige wie die der Aachenerin für F. nichts Neues. Schon 2013 nahm die Düsseldorfer Staatsanwaltschaft Ermittlungen gegen F. in einer ähnlichen Angelegenheit auf, stellte sie allerdings schon kurze Zeit später wieder ein. Die Vorwürfe ließen sich seinerzeit nicht erhärten.

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