Drama auf A4: Lkw reißt Auto mit, Autobahn lange gesperrt

Von: Marc Heckert
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Unfall Eschweiler
Bei einem dramatischen Unfall auf der A4 wurde am Mittwoch dieses Auto von einem außer Kontrolle geratenen Lkw aus der Spur geworfen. Foto: Ralf Roeger
unfall eschweiler
Die Rettungskräfte kämpften stundenlang darum, die eingeklemmten Insassen des Pkws zu befreien. Foto: Ralf Roeger
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Die Rettungskräfte trennten schließlich das Dach des Audis ab, um die eingeklemmte 85-jährige Beifahrerin zu befreien. Foto: Ralf Roeger
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Der Sattelschlepper brach nach links aus, geriet auf die Mittelspurbegrenzung und stürzte um. Foto: Ralf Roeger

Eschweiler. Dramatischer Unfall auf der Autobahn 4: Ein Lkw ist am Mittwoch bei Eschweiler außer Kontrolle geraten und hat ein Auto gerammt. Der Wagen wurden auf die Mittelspurbegrenzung katapultiert, zwei Insassen waren schwer verletzt stundenlang eingeklemmt. Die A4 blieb fast den ganzen Tag über gesperrt, unzählige Autofahrer standen im Stau.

Nach Angaben der Autobahnpolizei war bei dem aus Aachen kommenden 40-Tonner, der in Richtung Köln unterwegs war, um 13.20 Uhr kurz hinter der Anschlussstelle Eschweiler-Ost ein Reifen geplatzt. Der mit Erdreich beladene Sattelschlepper brach nach links aus, zog unkontrollierbar über die beiden linken Spuren und rammte dabei einen neben ihm fahrenden Pkw.

Der aus Regensburg stammende schwere Audi wurde wie ein Spielzeug auf die Mittelspurbegrenzung geschleudert, wo er mit hoch in die Luft ragendem Heck schräg auf der Mauer liegenblieb. Der Lkw geriet ebenfalls auf die Betonbegrenzung und kippte dort um.

Beide Insassen des Autos, ein Mann im Alter von 55 und eine Frau im Alter von 85 Jahren, wurden im Wrack eingeklemmt und erlitten schwere Verletzungen. Sie aus dem auf der Betonmauer hängenden Wagen zu befreien, zog sich über Stunden hin. Die Feuerwehrkräfte bauten eine transportable Bühne auf, um an die Eingeschlossenen zu gelangen, und schnitten schließlich das Dach des Wagens ab.

Gegen 15 Uhr war zumindest der Fahrer befreit und auf dem Weg ins Krankenhaus, während die Rettungskräfte immer noch damit kämpften, die Frau aus dem Wagen zu holen. Schließlich konnte auch sie ins Krankenhaus gebracht werden. Der 60-jährige Lastwagenfahrer hatte sich trotz der Schräglage der Fahrerkabine selbst befreien können. Auch er wurde in ein Krankenhaus gebracht.

Vollsperrung bis zum Abend

Die Autobahn musste in beide Richtungen voll gesperrt werden, da Trümmerteile auf die Gegenspur geflogen waren und sich das Erdreich aus dem offenen Auflieger weiträumig verteilt hatte. Der Verkehr wurde ab Eschweiler West in Richtung Köln umgeleitet. Bergungs- und Reinigungsfahrzeuge machten sich auf den Weg, die zuständige Polizei Köln schickte ein Team von Unfallexperten nach Eschweiler.

Auf der viel befahrenen Autobahn entstanden in beiden Richtungen lange Rückstaus, die auch in den Abendstunden noch rund zehn Kilometer weit reichten. In Fahrtrichtung Köln standen die Wagen zeitweise bereits am Aachener Kreuz Stoßstange an Stoßstange. Unzählige Autofahrer verbrachten viele Stunden in der Blechschlange.

Da aus den Wracks Kraftstoff ausgelaufen war und sich die Beseitigung der Erdmengen aus dem Lkw überaus aufwändig gestaltete, zog sich die Vollsperrung den ganzen Nachmittag über hin. Die Standstreifen in beide Richtungen wurde schließlich provisorisch geöffnet, damit zumindest der gestaute Verkehr abfließen konnte.

Die Fahrspuren in Richtung Köln konnte um 17.45 Uhr wieder freigegeben werden. Erst gegen 23.15 Uhr waren dann auch die Aufräumarbeiten auch auf Gegenspur beendet, so dass auch der Verkehr in Richtung Aachen wieder fließen konnte.

Hinweis: Nach ersten Angaben der Polizei war zunächt die Beifahrerin befreit worden. Nach Angaben von Zeugen wurde aber der Fahrer als erster aus dem Wrack gerettet.

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