Die Werke von Lake 13 sind in Aachen stadtbekannt

Von: nai
Letzte Aktualisierung:
10930910.jpg
Lake 13 kann sich seinen Lebensunterhalt über Aufträge verdienen. Er ist ein Urgestein in der Aachener Graffitiszene.

Aachen. Die ersten Graffiti-Sprayer in Deutschland sind heute über 40 Jahre alt, haben Haus, Kinder, Familie und Jobs. Die wilden Jahre sind vorbei, die Liebe zur Straßenkunst ist ihnen aber geblieben. Die legale Graffiti-Karriere ist zwar noch kein Standard, aber möglich – und das nicht nur als weltberühmter Künstler.

Einer, der es geschafft hat, mit seiner Kunst Geld zu verdienen, ist Lars Kesseler, alias Lake 13. Seine Werke sind an Stromkästen und Bauzäunen der Stawag zu sehen, an diversen Schulgebäuden, und er ist fester Bestandteil der Aachener Kunstroute. Alles legal, alles Auftragsarbeit. Ein Beruf, der in seiner Jugend geradezu unmöglich schien. Vor 27 Jahren hat er angefangen. „Damals gab es in Aachen gerade mal fünf Leute, die gesprüht haben.“

Erst saß Lake 13 allein zu Hause und hat Skizzen gemalt. „Auf Papier“, sagt er und erinnert sich: „Es war gar nicht so einfach, die anderen Graffiti-Künstler zu finden.“ Er hat sich damals auf den Weg gemacht und sich in der Skater-Szene umgehört. Im Skater- und Hip-Hop-Milieu ist Graffiti groß geworden. Die Kunst galt als Teil der kriminellen Szene und als Vandalismus. An legale Flächen war da nicht zu denken.

Von Kursen und Ausstellungen in anerkannten Museen war keine Rede. „Um so schöner ist es, dass ich meine Kunst zum Beruf machen konnte“, sagt der 42-Jährige. Natürlich sei die Kreativität bei Auftragsarbeiten etwas eingeschränkter. „Ich denke, Auftragsarbeit ist für viele Künstler ein Problem“, sagt Lake 13. Schließlich nimmt der Auftraggeber Einfluss auf das Motiv und stellt somit eine Hürde im kreativen Schaffungsprozess dar. „Deshalb ist es in der Szene oft verpönt, mit Graffiti Geld zu verdienen“, sagt er. Und auch, weil die Graffitiphilosophie den öffentlichen, kostenfreien Kunstgenuss für alle beinhaltet.

„Ich bin froh, dass ich von dem, was ich liebe, tatsächlich auch gut leben kann“, sagt Lake 13. Er hat gelernt, mit Auftraggebern zusammenzuarbeiten, ihre Wünsche eben auf seine ganz persönliche Weise auszuführen.

Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert