Die Pfleger pflegen

Von: jg
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Aachen. Die Gesundheitswirtschaft ist ein bedeutender Wachstums- und Beschäftigungsmotor in der Region Aachen. Derzeit arbeiten rund 78.800 Menschen in diesem Sektor.

Die Zahl der sozialversichert Beschäftigten ist seit 2007 um 4,6 Prozent gestiegen. Tendenz: weiter steigend. Konsequenz: Eine hochwertige medizinische und pflegerische Versorgung in der Fläche sicherzustellen, muss geplant werden. Dies ist das zentrale Thema der derzeit laufenden „Woche der Gesundheitswirtschaft”.

Für NRW-Gesundheitsministerin Barbara Steffens ist eines klar: „Angesichts der demografischen Entwicklung brauchen wir technischen und medizinischen Fortschritt. Aber wir brauchen auch den Menschen. Ohne die Menschen, die pflegen, versagt auch die beste technische Versorgung.” Das Hauptproblem liege im Bereich der Pflegekräfte. Bis zum Jahr 2050 werde sich die Zahl der Pflegebedürftigen in NRW auf 95.0000 nahezu verdoppeln, wobei gleichzeitig weniger junge Leute in einen Pflegeberuf hinein wollten. „Das heißt: Wir müssen den Beruf attraktiver gestalten, auch für Männer”, sagt Steffens.

Wobei es dabei, wie Karl-Heinz Feldhoff betont, nicht nur um Neueinsteiger geht, sondern auch darum, ausgebildete Kräfte im Beruf zu halten. Denn die Fluktuation sei groß, sagt der Leiter des Kreisgesundheitsamtes Heinsberg, „Nach acht Jahren arbeiten nur noch 70 Prozent der Pflegekräfte in ihrem Beruf.” Der Pflegebereich müsse sich neu aufstellen, mehr Aufstiegschancen bieten. Daran wird in der Region bereits gearbeitet, und das grenzüberschreitend. So gibt es laut Manfred Bausch von der Regio Aachen Pläne, mit den Unikliniken Aachen und Maas­tricht ein europäisches Krankenhaus aufzubauen. Und die Städteregion Aachen hat die Ausbildungskapazität an ihrem Altenpflegefachseminar nicht nur um 50 Prozent auf jetzt 100 Plätze pro Jahr erweitert, sondern bietet einigen Auszubildenden in Kooperation mit der Katholischen Hochschule Aachen die Möglichkeit zu einem Bachelor-Studium, erläutert der zuständige Dezernent Günter Schabram.

Auch wenn die Zukunft der Pflege ein Schwerpunktthema der „Woche der Gesundheit” ist: Die Gesundheitswirtschaft bietet noch viele andere Berufe, für die die Verantwortlichen in der Region „Sympathiewerbung” betreiben. Mehrere hundert Schüler überzeugen sich davon in dieser Woche bei einem „Berufsparcours”.
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