Tierpark

Die Laga in Zülpich nimmt Formen an

Von: Beate Weiler-Pranter
Letzte Aktualisierung:
4500095.jpg
Maskottchen Zülpich Laga

Zülpich. Diese Stadt atmet Geschichte. In Zülpich, dem ehemaligen „Tolbiacum“, siedelten Römer, Kelten und Franken. Die nächste Landesgartenschau (Laga) trägt deswegen ganz bewusst das Motto „Zülpicher Jahrtausendgärten – Von der Römerzeit bis ins 21. Jahrhundert“.

 In 18 Monaten präsentiert die Stadt südöstlich von Düren 180 Tage lang Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft – eingebettet in ein duftendes Blütenmeer und mediterranes Ambiente. Während der Ausstellungszeit vom 16. April bis 12. Oktober 2014 sind zwei Freizeitgelände – der so genannte Seepark und der Park am Wallgraben – für die erwarteten 400000 Besucher geöffnet. Themenschwerpunkte der 16. Landesgartenschau in NRW sind Natur, Ökologie und kulturelles Erbe.

Der Park am Wallgraben schmiegt sich wie ein Ring rund um die historische Kernstadt. Jenseits der alten Stadtmauern entstehen derzeit großzügige Park- und Spielflächen. Über eine neue barrierefreie Fußgängerbrücke und eine breite Freitreppe wird auch das Wahrzeichen der Stadt, die kurkölnische Landesburg aus dem 14. Jahrhundert, in das Ausstellungskonzept einbezogen. „Als besonderes Highlight wird nächstes Jahr in einem der Türme eine Aussichtsplattform errichtet, von der man einen beeindruckenden Blick über die gesamte Eifel bis hin zum Siebengebirge hat“, erklärt Laga-Geschäftsführer Christoph M. Hartmann bei einer Baustellenführung den 360 Gästen.

Im Schatten der Burg ist nach römischem Vorbild eine Freiluftbühne geplant mit 400 Sitzplätzen, die – wie bei einem antiken Amphitheater – stufenförmig in den gegenüberliegenden Hang gebaut werden. Weitere Baumaßnahmen für einen Burgspielplatz, den großen Rosengarten „Rosarium Tolbiacum“, Kirchenpavillons und Themengärten sollen Anfang 2013 beginnen.

„Zülpich hat eine große geschichtliche Vergangenheit“, betont Hartmann. Doch gerade dieses historische Erbe bereitete oft Probleme, wenn archäologische Funde immer wieder die Arbeiten stoppten. „Trotzdem können wir unseren Zeitplan einhalten“, versichert er.

Direkt neben dem mittelalterlichen Weiertor haben bereits die Partnerstädte von Zülpich einen Weinberg mit typischen Reben ihrer Region angelegt. Auf den Rasenflächen daneben wird es – mit Blick auf die historische Stadtkulisse – etwa einen Gärtnermarkt geben, auf dem Fachleute die Besucher vor Ort beraten. Außengastronomie und ein Lesegarten zwischen alten Apfelbäumen laden die Landesgartenschau-Besucher zum Entspannen ein.

Nach einem Gang durch die historische Kernstadt – mit antiken Römerthermen und modernem Museum für Badekultur – gelangen die Besucher dann über die „Römerachse“, einer mit Säulen-Hainbuchen bepflanzten, ehemaligen Römerstraße, zum zweiten Gartenschau-Areal am Zülpicher Wassersportsee. Auf 25 Hektar Ausstellungsfläche werden hier demnächst Themen- und Schaugärten, Blumenhallen und eifeltypische Bauerngärten zu besichtigen sein. Abenteuer-Spielplätze, Gastronomiebetriebe und Bootsverleih bieten zusätzliche Rastpunkte für die ganze Familie.

Mit der im Wasser vorgelagerten Seebühne entsteht ein weiterer Spielort für Open-Air-Konzerte und Theateraufführungen. Nach der Landesgartenschau stehe das gesamte Terrain als attraktiver Familienpark mit Freibad weiterhin zur Verfügung, weiß Hartmann. Schließlich sei „Nachhaltigkeit“ eines der Hauptziele der Zülpicher Landesgartenschau.

Rund 40 Millionen Euro werden bis Ausstellungseröffnung in das Projekt geflossen sein: Allein 23,7 Millionen für die Investitions- und Durchführungskosten, an denen die Stadt Zülpich mit einem Eigenanteil von rund 4,6 Millionen beteiligt ist. Die weiteren Beträge werden für „Rundummaßnahmen“ vom Landesbetrieb Straßen.NRW, dem Kreis Euskirchen und dem Erftverband investiert.

Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.