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Die Kohlmeise landet 2014 in der Region vor dem Spatz

Von: Udo Kals
Letzte Aktualisierung:
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Platz 1: Kohlmeise / 3101 Exemplare.
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Platz 2: Spatz / 3059 Exemplare.
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Platz 3: Blaumeise / 2417 Exemplare.

Aachen. Zwar durften die sieben Kohlmeisen, die vergangenen Freitag durch unsere Zeitung flatterten – und von fast allen der 534 Leser, die sich an unserem Gewinnspiel beteiligt haben, richtig notiert wurden -, von den Vogelfreunden in den Gärten der Aachener Region nicht mitgezählt werden.

Doch auch so hat es für den kleinen gefiederten Freund nach einer vorläufigen Bilanz für Platz 1 gereicht: Bei der Zählaktion „Stunde der Wintervögel“ des Naturschutzbundes (Nabu) landete die Kohlmeise in Stadt und Altkreis Aachen sowie in den Kreisen Düren und Heinsberg auf der Spitzenposition – und verdrängte den Spatz (Haussperling). Anders übrigens als bei den bislang vorliegenden Zwischenergebnissen der bundesweiten Zählung, bei der der Spatz den Schnabel vor der Kohlmeise hat. In der Region legten sich zwischen dem 3. und 6. Januar einige Hundert Vogelfreunde auf die Lauer, um Amsel, Fink und Meise zu zählen. Bis zum 14. Januar können sie ihre Ergebnisse beim Nabu nachträglich noch melden.

Dabei spiegeln die regionalen Zahlen die Erkenntnisse der Vogelzähler in NRW und ganz Deutschland wider: Es wurden weitaus weniger Gartenvögel als im Vorjahr gezählt. Zwar haben nach Angaben von Dienstagnachmittag insgesamt mehr als 45.000 Teilnehmer in 32.000 Gärten und Parks mehr als 1,2 Million Vögel gemeldet. Doch im Durchschnitt waren das nur 37,5 Vögel pro Beobachtungsstelle und damit den Veranstaltern zufolge acht Prozent weniger als 2013. Bei fast allen Arten seien die Rückgänge mit den warmen Temperaturen zu erklären, sagt Birgit Königs, Nabu-Sprecherin in NRW. Bei diesem Wetter fänden die Vögel auch noch in der offenen Landschaft und in Wäldern genügend Nahrung und müssten daher nicht in besiedelten Räumen nach Futter in Vogelhäuschen suchen.

Bei anderen Vogelarten machen sich die Experten jedoch Sorgen. So sei der Rückgang bei den Grünfinken mit etwa 30 Prozent sehr deutlich, sagt die Nabu-Sprecherin. Der Grund: 2013 grassierte das sogenannte Grünfinkensterben, hervorgerufen durch einzellige Parasiten. Auch der Amsel gehe es nicht gut, sagt Königs und führt aus: „Die aktuellen Zahlen zeigen, dass sich der Bestand an Amseln nach großen Einbrüchen vor zwei Jahren nur auf einem niedrigen Stand stabilisiert.“

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