Die Hochschulen in NRW bekommen weniger Geld

Von: Wilfried Goebels
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Aachen. Die Hochschulen in Nordrhein-Westfalen verlieren durch den Wegfall der Studiengebühren im Studienjahr 2011/2012 mehr als 32 Millionen Euro Einnahmen.

Zwar zahlt das Land Ausgleichsgelder in Höhe von 243 Millionen Euro. Beim Festhalten an Studiengebühren hätten die Hochschulen aber 275 Millionen Euro eingenommen.

Studentenzahl gestiegen

Der CDU-Hochschulexperte Michael Brinkmeier kritisierte die mangelnde Kompensation der ausgefallenen Studienbeiträge. Vom Wintersemester 2009/10 bis zum Wintersemester 2011/12 ist die Studentenzahl in NRW von 454.000 auf 529.000 gestiegen. Durch die Studentenwelle habe sich die erwartete Finanzierungslücke von 20 Millionen auf über 30 Millionen Euro erhöht.

Hohe Ausfälle meldet unter anderen die RWTH Aachen. Mit 35.692 Studenten erhält die Uni 17,7 Millionen Euro Ausgleichsmittel des Landes. Die Studiengebühren hätten der Hochschule allerdings 23,6 Millionen Euro eingetragen - das ist eine Einbuße um 24,9 Prozent. An der Fachhochschule Aachen (10.124 Studenten) beträgt das Minus 1,2 Millionen Euro: 17,9 Prozent Einbußen.

An der Uni Bonn (28.579 Studenten) fehlen 4,2 Millionen Euro, an der Uni Köln (44.656 Studenten) 6,3 Millionen Euro. Während die meisten anderen Hochschulen 500 Euro Studiengebühr pro Semester kassierten, lag der Satz in Münster nur bei 275 Euro. Deshalb ist Münster eine der wenigen Hochschulen, die von der Kompensation profitieren.

An der Uni Dortmund (26.893 Studenten) beträgt das Minus 1,3 Millionen Euro, an der Uni Siegen (15.739 Studenten) 1,07 Millionen Euro.
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