Aachen - Die FH Aachen blickt beim Neujahrsempfang in die Zukunft

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Die FH Aachen blickt beim Neujahrsempfang in die Zukunft

Von: Marie Eckert
Letzte Aktualisierung:
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Oliver Paasch, Ministerpräsident der Deutschsprachigen Gemeinschaft, (li.) und Marcus Baumann, Rektor der FH Aachen, wollen noch mehr zusammenarbeiten. Foto: Steindl

Aachen. Bei der Fachhochschule Aachen läuft es gut. Jedes Jahr kommen mehr Studierende, es gibt neue Fächer, neue Kooperationen, sogar grenzübergreifend mit Ostbelgien. Wäre da nur nicht das Platzproblem.

Innerhalb der vergangenen sieben Jahre sind aus gut 9000 Studierenden rund 14.300 geworden, Tendenz steigend. Der Neubau an der Hohenstaufenallee sollte Abhilfe schaffen, hat jedoch schon Jahre des Verschiebens und der Komplikationen hinter sich. Jetzt stehen die Zeichen besser, FH-Direktor Marcus Baumann sagt mit Nachdruck: „Da muss in diesem Jahr etwas passieren“ – und meint damit den Baubeginn des neuen Kompetenzzentrums in der Hohenstaufenallee.

Und so mischen sich beim traditionellen Neujahrsempfang der Fachhochschule Jahresrückblick und Ausblick. Wichtig, das betont der Rektor, sei vor allem der Ausbau des Bildungs- und Forschungsnetzwerks. Und fast so, als sollte dem Nachdruck verliehen werden, steht nur kurz darauf Oliver Paasch, Ministerpräsident der Deutschsprachigen Gemeinschaft Belgiens, auf der Bühne.

Anlaufstelle in Eupen

Im vergangenen Jahr nämlich hat die Fachhochschule ihre Kooperation mit Ostbelgien, genauer gesagt Eupen, ausgebaut. Es gibt dort nun ein Büro, das Anlaufstelle für Belgier sein soll, die sich für ein Studium an der FH interessieren. Seit Februar 2016 gibt es diesen Kooperationsvertrag, der „ein sehr konkretes Arbeitsabkommen“ ist, wie Paasch sagt. „Das ist ein Wissenstransfer, der für uns sehr wichtig ist.“ Und: „Wir freuen uns über diesen Schulterschluss.“

Hintergrund ist, dass junge Menschen mehr Bildungsmöglichkeiten in Ostbelgien bekommen sollen – und möglichst auch nach der Schule dort bleiben. Die Anlaufstelle in Eupen, die zum Studium an der FH Aachen beraten soll, sei ein guter erster Schritt. Mittelfristig, so sagt Baumann, wolle man aber nicht nur in diesem Büro präsent sein. „Da muss Beton hin, auf dem ‚Fachhochschule‘ drauf steht.“ Wie schnell das passiert, sei momentan noch nicht abzusehen. „Wir wollen mehr in die Netzwerke investieren, noch mehr Studierende aus Ostbelgien an die FH bekommen“, sagt er.

Deutschsprachig hin oder her – auch in Ostbelgien sprechen die meisten inzwischen auch französisch. Zweimal verfällt Paasch in diese Sprache, lobt die Zusammenarbeit mit der FH und betont: „Wir freuen uns, dass der Rektor dieser FH in Wirklichkeit Ostbelgier ist.“ Zumindest ist das die Wahlheimat Baumanns.

Mehr als 1800 Absolventen

Und der startet den Rückblick mit Zahlen: 14.323 Studierende sind derzeit an der FH, mehr als 1800 Absolventen gab es im vergangenen Jahr. 64 Bachelor- und 23 Masterstudiengänge bietet die Hochschule an, in den kommenden Jahren kommen noch welche dazu. Mehr als 17 Millionen Drittmittel hat die FH erwirtschaftet. „Eine gute Menge“, sagt Baumann.

Auch ansonsten spielte und spielt die Kooperation eine entscheidende Rolle. Neben Ostbelgien gibt es natürlich die Kooperation mit der RWTH zum Studiengang „Ingenieurwissenschaften“, der Studieninteressierten im nullten Semester einen ersten Einblick ins Campusleben liefern soll. Die neueste Partnerhochschule steht in Taiwan, in diesem Jahr kommt eine Universität in Marokko hinzu.

Fragt man Baumann nach seinen Wünschen fürs neue Jahr, kommt der Rektor natürlich wieder auf den Neubau in der Hohenstaufenallee zu sprechen. Und auf den Standort Eupenener Straße: „Dort soll ein moderner Campus entstehen – Kitas, Mensen, Studentenwohnheim.“

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