Die erste Party am Kö-Bogen

Von: Uwe-Jens Ruhnau
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Der im Bau befindliche Kö-Bogen von Daniel Libeskind ist ein weiteres Beispiel für die erfolgreiche Düsseldorfer Stadtplanung.

Düsseldorf. Es ist die erste von vielen Eröffnungen rund um das Großprojekt Kö-Bogen: Durch den nur etwas mehr als 300 Meter langen Nord-West-Tunnel am Kö-Bogen fließt seit Montag der Autoverkehr. Die Route führt von der Landskrone zum Kaufhof, wo die Autos nach links und rechts auf die Heine-Allee abbiegen können.

Fußgänger und Radler haben nichts im Tunnel verloren, es gilt Tempo 50. Die Einfahrt in die Röhre, deren Bau mit knapp 52 Millionen Euro veranschlagt wird, ist provisorisch und wird verschwinden, wenn der Nord-Süd-Tunnel ab 2015 den Tausendfüßler ersetzt. Die Hochstraße wird ab dem 25. Februar gesperrt und abgerissen. Der Tunnel wird denselben Verlauf wie der heutige Tausendfüßler haben. Wo jetzt noch die Straße steht, entsteht eine 400 Meter lange Fußgängerpromenade von Norden nach Süden.

Bis zu 5000 Autos werden täglich erwartet, wenn der Tunnel von der Berliner Allee hinzukommt, 11.000 Autos. Der Tunnel wird komplett mit energiesparenden LED-Leuchten erhellt, die gedimmt werden können. Die Lichtausbeute wird durch helle Wände erhöht – und sogar der Flüsterasphalt wird noch heller, weil ihm helle Steine beigemischt wurden.

Mit dem gestrigen Tag komme man „der kompletten Verlegung des Verkehrs unter die Oberfläche im Herzen unserer Stadt wieder ein Stück näher“, sagte am Montag der Düsseldorfer Oberbürgermeister Dirk Elbers, der den Kö-Bogen als „Jahrhundertereignis für Düsseldorf, von dem man jeden Monat ein Stück mehr sehen kann“. bewerte. Das treibt vor allem Planungsdezernent Gregor Bonin an, der sich jetzt auf die Oberflächengestaltung zwischen Parkhotel und die nach dem New Yorker Architekten Daniel Libeskind benannten Bauten konzentriert. „Bis Oktober zur Eröffnung der Libeskind-Bauten soll die Landskrone zur Kö und die Kö in den Hofgarten verlängert werden“, sagt der Planer. Während an der Kö neue Bäume eingesetzt werden, erhält der Schadowplatz kein Grün.

Auf dem Jan-Wellem-Platz nordöstlich von der Königsallee entstehen im Moment zwei Gebäude, in die nach Fertigstellung Einzelhandel, Büros und Gastronomie einziehen sollen. Der rund 300 Millionen Euro teure Komplex heißt Kö-Bogen, benannt nach dem Straßenzug, der am Rande des Hofgartens Richtung Königsallee verläuft. Die beiden Gebäude werden fünf oberirdische Geschosse und eine Höhe von 26 Metern haben, im dritten Geschoss verbindet eine Brücke beide Gebäude miteinander. Richtung Süden und Osten soll der Bau eine geschwungene Fassade bekommen, während die Nord- und Westseite gerade ausgeführt werden. Die Fassade wird mit Naturstein und Glas gestaltet.

Wenige Monate nachdem 2015 der zweite Tunnel in Betrieb geht, soll auch die Wehrhahn-Linie starten. Die neue U-Bahnstrecke ersetzt zwischen den S-Bahnhöfen Wehrhahn und Bilk die oberirdischen Stadtbahnen.

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