Aachen - Deutsche Kunden wandern über die Grenze ab

Deutsche Kunden wandern über die Grenze ab

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Einzelhandel finanzkrise konjunktur
Mit Einkaufstaschen durch die Fußgängerzone: Der Einzelhandel ist trotzdem nicht immer mit den Verkaufszahlen zufrieden. Foto: dpa

Aachen. Deutsche Kunden haben im vergangenen Jahr deutlich mehr bei den niederländischen Nachbarn im Grenzgebiet eingekauft. Nach Angaben der Industrie- und Handelskammer in Venlo gaben Deutsche 2008 knapp eine Milliarde Euro in den Geschäften zwischen Nimwegen und Maastricht aus.

Das seien rund 40 Prozent mehr als im Vorjahr. Ausschlaggebend für den verstärkten Einkauf jenseits der Grenze sei vor allem das niedrigere Preisniveau, teilte die Kammer am Dienstag mit.

Daneben spiele aber auch die angenehme Einkaufsatmosphäre eine Rolle - und vor allem auch der verkaufsoffene Sonntag in den Niederlanden.

Wenn die Geschäfte in Deutschland an Sonntagen geöffnet wären, würden sie nicht so schnell über die Grenze abwandern, hätten Deutsche in Befragungen erklärt. Vom Zustrom deutscher Kunden profitierten vor allem Roermond und Venlo. Das sind Ergebnisse der Studie „Grenzenlos einkaufen” der Industrie- und Handelskammer und der Provinz Limburg. Nach der Studie ließen umgekehrt die Niederländer die deutschen Kassen mit 244 Millionen ausgegebenen Euro nur verhalten klingeln.

Die Menschen im Dreiländereck Belgien/Niederlande/Deutschland gaben demnach drei Milliarden Euro jenseits der eigenen Region aus, knapp zehn Prozent mehr als im Vorjahr. Für den Zuwachs sorgten vor allem die Deutschen. Die Niederländer blieben mehr in der eigenen Region und bei den Belgiern blieb das Einkaufsverhalten nahezu gleich.

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