Gmünd - Deutsche Eifel bekommt bei Vogelsang Unterstützung aus Belgien

Deutsche Eifel bekommt bei Vogelsang Unterstützung aus Belgien

Von: dpa
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Der von den prämierten Architekten vorgeschlagene Eingangspavillon für das „Forum Vogelsang”: Von dort aus geht es in die Ausstellungsebene eine Etage tiefer.

Gmünd. Die Eifelregion bekommt bei der Umnutzung der ehemaligen NS-Ordensburg Vogelsang Unterstützung aus Belgien. Die Deutschsprachige Gemeinschaft (DG) trat am Donnerstag der Betreibergesellschaft „Vogelsang ip” als erstes nichtdeutsches Mitglied bei.

Mit einem gut zweiprozentigen Anteil gehört sie zu den kleinen der insgesamt acht Gesellschafter.

Der Auftritt als internationale Betreibergesellschaft sei ein Imagegewinn, sagte der Vorstandsvorsitzende Hans Poth. „Über kurz oder lang werden wir uns auch in die Niederlande orientieren”, sagte er. Auch Luxemburg sei ein potenzieller Partner.

Die deutschsprachige Gemeinschaft hat nach eigenen Angaben nicht lange überlegt. Vogelsang sei für die Eifel ein Leuchtturmprojekt, das auch in die belgische Eifel ausstrahle, sagte der DG-Ministerpräsident Karl-Heinz Lambertz.

Schon jetzt denkt man darüber nach, das belgische Radwegenetz über die Grenze mit Vogelsang zu verbinden.

Die Region mit bisher sechs Kreisen und Kommunen und der Landschaftsverband Rheinland als größter Gesellschafter wollen die ehemalige Eliteschule der NSDAP im Nationalpark Eifel zu einem touristischen Ziel entwickeln.

Belgische Truppen hatten das Areal über 50 Jahre lang als Truppenübungsplatz genutzt. 2006 begann die zivile Nutzung. Seitdem stemmt sich die Region gegen den Verfall des Areals mit mehreren Gebäudekomplexen und gegen den befürchteten Andrang von Rechten.

Der Umbau des ersten Gebäudekomplexes mit 12.000 Quadratmetern Nutzfläche beginnt in diesem Jahr. Auf der Fläche sollen drei Ausstellungen, ein Bildungszentrum, Besucherinformation und Gastronomie untergebracht werden.

Von den insgesamt 70.000 Quadratmetern Nutzfläche befinden sich 50.000 in denkmalgeschützten Gebäuden.

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