Der massive Wintereinbruch und die Folgen

Von: red
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Anschubhilfe: Ohne die tatkräftige Unterstützung von Passanten und Passagieren hätte dieser Bus in Würselen nicht mehr die Kurve bekommen. Foto: Ralf Roeger
Wetter
In Aachen zeigte sich das Wetter am Mittwoch von seiner freundlichen Seite. Foto: Ralf Roeger
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Auch in Eschweiler kam es durch den Schneefall zu starken Behinderungen und langen Staus, wie hier an der Rue de Wattrelos. Foto: dpa
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Der starke Schneefall machte den Autofahrern auf der Autobahn 44 schwer zu schaffen. Foto: dpa
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Zahlreiche Lastwagen waren auf der rechten Spur der schneeglatten und steilen Auffahrt hängen geblieben und mit eingeschalteter Warnblinkanlage einfach rechts stehengeblieben.

Aachen / Düren / Heinsberg. Verschneite Straßen, Blechschäden und Verspätungen im Nahverkehr: Der erneute Wintereinbruch hat in der Region seine Spuren hinterlassen. Die Polizei zählte in ganz NRW bis Mittwochmittag mehr als 1000 Unfälle. Und die Bilanz für die Städteregion Aachen sah nicht viel besser aus: Rund 120 Karambolagen ereigneten sich bis in die späten Abendstunden.

Im Kreis Düren verzeichnete die Polizei 35 Unfälle mit fünf leicht verletzten Personen und teilweise enorm großen Schäden. Auch im Kreis Heinsberg bescherte die Witterung den Ordnungshütern ein erhöhtes Einsatzaufkommen. Insgesamt 25 Unfälle mussten die Beamten aufnehmen, bei denen es aber weitestgehend bei Sachschäden blieb.

Auch einen Tag nach dem heftigsten Temperatursturz im März seit mindestens 50 Jahren war die Lage am Morgen immer noch kritisch. In Aachen waren rund 250 Mitarbeiter unterwegs, um die vereisten Straßen sicher zu machen.

Lastwagen rutschen auf der A4 ineinander

Die Autobahnen sind mittlerweile zum Großteil von der weißen Pracht befreit. Jedoch sah das in der Nacht zum Mittwoch noch anders aus: Auf vereisten Autobahnen in NRW gerieten vielfach Autos und Lastwagen ins Schleudern und verunglückten. Ein Schwerpunkt der Unfälle lag im Kreis Düren und im Rhein-Erft-Kreis. Dort krachte es Dutzende Male. Sechs Menschen erlitten Verletzungen. „In den meisten Fällen gab es aber nur Blechschäden“, sagte eine Polizeisprecherin am Morgen.

Drei Lastwagen rutschten auf der A4 nahe Buir bei Schnee und Eis ineinander. Die Folge: Ein langer Stau bis zur Auffahrt Düren. Auf der A61 stellte sich bei Bergheim ein Kartoffellaster quer, ein nachfolgender Sattelzug fuhr auf und verkeilte sich. Die Kartoffeln verteilten sich über die Fahrbahnen. Nach stundenlanger Vollsperrung waren die Spuren am Morgen wieder geräumt.

Weitgehend störungsfrei verläuft nach Angaben eines Bahnsprechers der Verkehr auf der Schiene. Lediglich der ICE von Aachen nach Brüssel (16.21 Uhr ab Aachen) hatte am Mittwoch 50 Minuten Verspätung. Probleme vermeldete auch Thalys Deutschland. Aufgrund der „eingeschränkten Nutzungsmöglichkeiten der Schieneninfrastruktur“ drohten auch am Donnerstag noch „starke Einschränkungen“.

Überfrierende Nässe in der nächsten Nacht

Wenngleich der Mittwoch sonnig begann, kündigte der Deutsche Wetterdienst wieder Schnee im Land an. „Es wird aber kein so kompaktes Schneefallgebiet mehr wie am Tag zuvor“, sagte die Meteorologin Claudia Glase. Gebietsweise könne es durch überfrierende Nässe auch in der nächsten Nacht erneut glatt werden. Vor allem Brücken seien dann für Autofahrer durch Reif gefährlich.

In der Nacht zum Samstag kann es nochmal bis zum Morgen ergiebiger schneien. „Der Winter wechselt auf Aprilwetter“, sagte Franz Josef Molé vom Wetterdienst in Essen. Am Wochenende steigen zwar die Temperaturen tagsüber auf sieben bis neun Grad, die Aussichten auf schönes Frühlingswetter stünden aber noch schlecht.

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