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Der Mann mit der goldenen Maske macht Poebelei

Von: Ines Kubat
Letzte Aktualisierung:
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David Gerards bringt das Magazin "Poebel" heraus. Foto: Ines Kubat

Aachen. Seit zwei Jahren gibt es das Magazin „Poebel“, in dem David Gerards regionalen Künstlern eine Bühne bietet. „Poebel bedeutet ja eigentlich nur ‚das Volk‘“, sagt David Gerards. Und weil er in seinem Magazin das regionale Kunst-Volk abbilden will, ist „Poebel“ für ihn der ideale Titel.

Zugegeben, ein bisschen provozieren will er damit auch. Das kostenlose Magazin „Poebel“, das es seit zwei Jahren gibt, soll auffallen und zum Mitnehmen animieren – genau das tut es mit seinem Namen aber vor allem mit seinem Markenzeichen: der goldenen Maske, die immer wieder auftaucht.

Im Rahmen seines Masterstudiums in Produkt- und Kommunikationsdesign hat der FH-Student die Idee gehabt, Aachener Kunst sichtbar zu machen. „Zwar gibt es einige Kreise von Kulturschaffenden in Aachen, die sind aber in sich sehr geschlossen.“ Genau das soll das Magazin ändern, das Gerards mit Unterstützung von Sponsoren ehrenamtlich herausbringt – im März bereits zum sechsten Mal. Es soll allen eine Bühne bieten: bekannten Künstlern genauso wie Anfängern, die sich keine eigene Ausstellung leisten können. Jeder kann seine Kunst einsenden, jede Einsendung wird in der Regel übernommen – ob Malerei, Fotografie und Lyrik.

Mit seinem Konzept spricht er ganz bewusst nicht nur Aachener an, sondern Kulturschaffende aus der Euregio. Denn was ihn antreibt, ist der Netzwerk-Gedanke. Deshalb gibt es nach jedem „Poebel“ die Poebelei: eine gemeinsame Ausstellung der Künstler, die im Heft Platz gefunden haben. Dafür sucht sich Gerards immer neue urbane Orte, wie Hinterhöfe oder eine ehemalige Metzgerei. Zu den Ausstellungen lädt er Galeristen und Kunstsammler ein, und möchte alle Gesellschaftsschichten und Altersklassen zusammenbringen: das ganze Volk eben – oder Poebel.

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