Aachen - Der Malteser Hilfsdienst wirbt um Nachwuchs

Der Malteser Hilfsdienst wirbt um Nachwuchs

Von: Wolfgang Schumacher
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Diözesanleiterin Elisabeth Gräfin Vitzthum freut sich auf die Malteser-Jugend. Foto: Andreas Steindl

Aachen. Auf dem Aachener Tivoli hat am Freitag das Fest zu Ehren des 60-jährigen Bestehen des Malteser Hilfsdienstes begonnen, es dauert noch bis morgen. Schon am Freitagnachmittag waren es 1853 Teilnehmer, die sich für die bundesweiten Sanitätsmeisterschaften der zumeist ehrenamtlich tätigen Malteser-Retter angemeldet hatten, abends folgte ein Begrüßungsfest auf der Würselener Burg Wilhelmstein.

Die Aachener Diözesanleiterin Elisabeth Gräfin Vitzthum erklärte, dass der Verband nach der Verschlechterung der Personalsituation vor zwei, drei Jahren, verursacht vor allem durch die Abschaffung des Wehr- und Ersatzdienstes und der zunehmenden Verschulung der Studiengänge, nun versuchen wolle, verstärkt den Nachwuchs fördern.

Auch zu diesem Zweck seien die Wettbewerbe im Tivoli ein gutes Signal, zumal auch viele Schulsanitäter mit am Start seien.

Ab 9 Uhr werden ab heute Jugendliche, Schüler und Erwachsene in verschiedenen Gruppen um den Titel der besten Lebensretter bei den Maltesern kämpfen.

Es stehen Schiedsrichter bereit, die die Teams dabei beobachten, wie sie in Achtergruppen die verschiedenen Schritte für eine gelungene Lebensrettung absolvieren; als „Opfer“ seien Schauspieler der niederländischen Lotus-Gruppe engagiert. Schließlich werden die Teams bewertet.

Vor drei Jahren in Trier war der Aachener Verband der beste, so dass er den Zuschlag als nächster Ausrichter bekam, wie Diözesangeschäftsführer Wolfgang Heidinger erklärte.

Als außergewöhnlich bewertete der Sprecher des NRW-Verbandes, Kai Vogelmann, den Besuch des in Rom beheimateten Großmeisters des katholischen Malteser-Ordens, Fra’ Matthew Festing. Der Brite trat 2008 sein Amt in Rom an, er wird heute ab 10 Uhr die einzelnen Stationen des bundesweiten Wettbewerbes der Malteser-Helfer begutachten.

Gleichzeitig tagt am Tivoli auch die Bundesversammlung des Hilfsdienstes, in dem knapp 100.000 meist freiwillige Helfer organisiert sind, unter Leitung seines Präsidenten Constantin von Brandenstein-Zeppelin. Auf der Tagesordnung stünden neben Neuwahlen auch künftige Organisationsstrategien wie der Aufbau einer „zentralen Helferdatenbank“, in die sich am Hilfsdienst interessierte Bürger eintragen können, so Sprecher Vogelmann. Die Wettbewerbe sind öffentlich, der Sonntag beginnt mit einem Hochamt im Aachener Dom.

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