Der Eurofighter bringt Sicherheit

Von: Dietmar Engels
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Oberst Ingo Gerhartz, Kommodore des Jagdbombergeschwaders 31 „Boelcke”, entsteigt dem ersten Eurofighter, der in Nörvenich gelandet ist. Das Fluggefühl in der neuen Maschine nennt er „überwältigend”. Foto: Dietmar Engels

Nörvenich. Die Angehörigen des Jagdbombergeschwaders 31 „Boelcke” können beruhigt in die Zukunft sehen. Die am Mittwoch begonnene Umstellung vom Tornado auf den Eurofighter bedeutet eine Garantie für die langfristige Erhaltung des Standorts Nörvenich.

Insgesamt fast 150 Millionen Euro investiert das Bundesverteidigungsministerium im Zusammenhang mit der lang ersehnten Neuanschaffung in den Fliegerhorst sowie die zum Geschwader gehörenden Kasernen in Nörvenich und in Kerpen. Das beschert auch vielen Unternehmen in der Region Aufträge.

Rund 400 zivile Beschäftigte und über 1000 Soldaten sind bei dem Geschwader. „Der Fliegerhorst ist und bleibt ein bedeutender Wirtschaftsfaktor für Nörvenich und die umliegenden Kommunen”, sagte Oberst Ingo Gerhartz, Kommodore des „Teams Boelcke” im Rahmen eines feierlichen Appells auf dem Gelände des Fliegerhorst. Gerhartz selbst hatte eine der beiden ersten für das Geschwader bestimmten Eurofighter von Rostock aus nach Nörvenich geflogen.

Weitere 33 Kampfflugzeuge, die pro Stück über 80 Millionen Euro kosten, sollen folgen. Beim „Boelcke”-Geschwader wird erstmals eine besondere Version des neuen Waffensystems eingesetzt: Die für Nörvenich bestimmten Maschinen, sind auch für den Luft-Boden-Einsatz geeignet. Zwei weitere Geschwader verfügen zwar auch bereits über Eurofighter. Diese Maschinen sind aber ausschließlich für den Luft-Luft-Einsatz bestimmt.

Der Eurofighter gilt als Meilenstein in der Entwicklung militärisch genutzter Flugzeuge. Hergestellt wird er von einem internationalen Konsortium, an dem neben Deutschland auch Spanien, Italien beteiligt sind. Die erste Erprobung der Neuentwicklung fand im März 1994 in Süddeutschland statt. Der Eurofighter ist kanpp 16 Meter lang, seine Spannweite beträgt 10,95 Meter. Die elf Tonnen schwere Maschine ist für eine maximales Startgewicht von 23,5 Tonnen ausgelegt.

Mit den beiden neu entwickelten Strahltriebwerken kann die Maschine die zweifache Schallgeschwindigkeit (weit mehr als 2000 Kilometer pro Stunde) erreichen. Das Ortungssystem des Eurofighters ermöglicht es, andere Kampfmaschinen in einer Entfernung von bis zu 50 Kilometer zu erfassen und zu verfolgen, ohne sich durch sein Radar selbst bemerkbar zu machen.

Das Jagdbombergeschwader 31 „Boelcke” hat schon zahlreiche Auslandseinsätze absolviert, vor allem in Afghanistan, aber auch in anderen Krisengebieten.
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