Der Alltag ist zurückgekehrt auf Vogelsang

Von: Gudrun Klinkhammer
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Vogelsang im Oktober 2016: Vier Wochen nach der Wiedereröffnung kehrt Leben auf das Gelände der früheren NS-Ordensburg zurück. Foto: Gudrun Klinkhammer
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Noch sind nicht alle Baustellen beseitigt, doch viele Besucher sind zufrieden mit dem, was sich alles verändert hat. Foto: Gudrun Klinkhammer
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Seit der Wiedereröffnung Vogelsangs ist deutlich mehr Betrieb im neuen Besucherzentrum ... Foto: Gudrun Klinkhammer
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... und der neuen Gastronomie. Die Verantwortlichen erwarten bis zu 300.000 Besucher jährlich. Foto: Gudrun Klinkhammer

Schleiden. Das neue Forum Vogelsang erinnert, vier Wochen nach Eröffnung, an eine Flughafenabfertigungshalle, vor allem bei Hochbetrieb. Menschenschlangen und Menschengruppen, die für Führungen zusammenkommen; Wartende auf Sitzbänken. Flure, die mit bezahlpflichtigen Schranken enden, dahinter befinden sich die eigentlichen Ausstellungsflächen.

Ein ähnliches Bild bietet sich im neuen Gastronomiebereich in der alten Wandelhalle: Die Größe einer ausgewachsenen Mensa wird locker überschritten, noch laufen die Arbeiten hinter der Theke nicht ganz reibungslos ab. Freundlich entschuldigen sich die jungen Serviererinnen für Verzögerungen, etwa bei ungeduldig werdenden Müttern mit zwei Kindern an der Hand.

Vier Wochen ist es her, da wurde die frühere NS-Ordensburg Vogelsang im Nationalpark Eifel nach vierjähriger Umbauarbeiten wiedereröffnet. 45 Millionen Euro flossen in die Gebäudebereiche, die immer noch nicht komplett fertig gestellt sind. Doch der Alltag ist in Vogelsang wieder sichtbar eingekehrt. Und vor allem: Viele Besucher sind bislang gekommen, um zu sehen, wie es nun auf Vogelsang aussieht. Die beiden neuen Ausstellungen, das Forum als Besucherzentrum und die neue Gastronomie.

Albert Moritz ist Geschäftsführer der Vogelsang GmbH, die den Ort betreibt, seine erste Bilanz klingt so: „Das neue Forum funktioniert in nahezu allen Teilen so wie geplant. Alle Nutzungsbereiche werden von den Besuchern akzeptiert.“ Er spricht von Mängeln in Details, die noch behoben werden. Doch schon jetzt vermittelt der Betrieb im Besucherzentrum mit angeschlossenem Shop, in den beiden Ausstellungen und überwiegend auch in der Gastronomie mit Panoramaterrasse eine beachtliche Reibungslosigkeit.

„Es gibt mehrere Dinge, die noch nicht fertig beziehungsweise verbesserungsbedürftig sind“, sagt Moritz. Dazu zähle der „Raum der Stille“, der aus technischen Gründen erst in Kürze fertiggestellt werden kann. Das taktile Leitsystem habe im Besucherzentrum noch eine Lücke, da der Bodenbelag dort noch Mängel aufweise. Die Beschilderung müsse sowohl im Außen- wie im Innenbereich auf Basis der Erfahrungen der ersten Wochen noch überarbeitet und angepasst werden, sagt Moritz. „Darüber hinaus gibt es die üblichen Kinderkrankheiten, etwa bei den elektronischen Medien.“

Sehr gut seien andererseits die Besucherzahlen, die in den vier Wochen seit der Wiedereröffnung laut Moritz bei mehr als dem Doppelten des Vorjahreswertes im Vergleichszeitraum lagen. Genaue Zahlen gibt es allerdings noch nicht. Auf Grundlage der Erfahrungen der vergangenen vier Wochen geht Moritz davon aus, ab 2017 etwa 300.000 Besucher pro Jahr nach Vogelsang locken zu können.

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