Dem Hochwasser folgt der Blitzschlag

Von: Stephan Mohne
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Endlich fährt sie wieder: Erst gegen 10 Uhr konnte die Euregiobahn ihren normalen Dienst zwischen Aachen und Herzogenrath wieder aufnehmen. Ein Blitz war im Stellwerk Kohlscheid Foto: Michael Jaspers

Aachen. Und plötzlich gingen in weiten Teilen von Haaren, Verlautenheide und Eilendorf die Lichter aus. Sofern sie zur nachtschlafenden Zeit um zwei Uhr morgens noch an waren. Aber auch sonst machte alles, was mit Strom betrieben wird, schlapp - Kühl- und Gefrierschränke, Computer und vieles mehr.

Der Grund dafür war das heftige Gewitter, das sich über Aachen eine ganze Weile austobte. Etliche Blitze schlugen ein. Einer davon muss wohl in Haaren eine Station der Stawag getroffen haben, was dann zu besagtem Stromausfall führte. Jedenfalls geht Stawag-Sprecherin Corinna Bürgerhausen davon aus, dass es so war. Genau nachvollziehen konnte man das nachher nicht mehr.

Zwei Stunden Reparatur

Die Folgen waren allerdings enorm. Tausende Haushalte waren ohne Strom. Zum zweiten Mal nach der Unwetternacht vergangenen Donnerstag mussten die Techniker des Energieversorgers ran, um die Versorgung wieder herzustellen. Während des großen Regens war vor allem im Rehmviertel der Strom ausgefallen. In der Nacht zum Mittwoch dauerte es rund zwei Stunden, bis die letzten Haushalte wieder Strom hatten.

Ein Blitzeinschlag war es denn auch, der im Bahnverkehr für Chaos sorgte. Im Stellwerk in Kohlscheid hatte es gerummst. Wie ein Bahnsprecher auf Anfrage erläuterte, ist dies ein aus der Ferne bedientes Stellwerk, in dem hochempfindliche Rechnertechnik steht. Durch den Blitzeinschlag sei so manche Platine durchgeschmort.

Auf der Bahnlinie zwischen Aachen und Herzogenrath ging nichts mehr. Auch nicht im morgendlichen Berufsverkehr. Der Aachener Hauptbahnhof konnte nicht angefahren werden. Betroffen waren 30 Züge und Euregiobahnen. Erst gegen 10 Uhr am Morgen begann sich der Bahnverkehr zu normalisieren.

Ruhige Nacht für die Feuerwehr

Von normalisieren kann hingegen in Bezug auf das Telefonnetz im Jakobsviertel nicht die Rede sein. Schon nach dem Wassereinbruch vergangene Woche waren wie berichtet viele Anschlüsse gestört. Die entsprechenden Leitungen waren Anfang der Woche nun wieder repariert worden. Die Freude darüber währte aber nur kurz, denn auch hier war es offenbar ein Blitzeinschlag, der in der Nacht zum Dienstag wieder alles lahmlegte.

Eine ruhige Nacht war es hingegen trotz des heftigen Gewitters für die Feuerwehr und die Polizei. Die Feuerwehr musste nur zu zwei Einsätzen ausrücken. Vergangenen Donnerstag waren es rund 400.
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