Aachen - Dauerstau auf einspuriger A4 ärgert die Autofahrer

Dauerstau auf einspuriger A4 ärgert die Autofahrer

Von: Claudia Schweda
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Direkt hinter der Baustelle im Aachener Kreuz wird auf der Autobahn Richtung Niederlande der Standstreifen verstärkt. Das ist eine vorbereitende Arbeit auf die Grundsanierung der A 4. Foto: Ralf Roeger
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Direkt hinter der Baustelle im Aachener Kreuz wird auf der Autobahn Richtung Niederlande der Standstreifen verstärkt. Das ist eine vorbereitende Arbeit auf die Grundsanierung der A 4. Foto: Ralf Roeger
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Direkt hinter der Baustelle im Aachener Kreuz wird auf der Autobahn Richtung Niederlande der Standstreifen verstärkt. Das ist eine vorbereitende Arbeit auf die Grundsanierung der A 4. Foto: Ralf Roeger

Aachen. Autofahrer, die aus Richtung Köln oder Düsseldorf ins Aachener Kreuz hineinfahren und Richtung Holland möchten, brauchen derzeit viel Geduld. Erst schlängeln sie sich langsam durch die verengten Spuren im Kreuz, dann stehen sie nahtlos im Stau der nächsten A 4-Baustelle, die die Autobahn zwischen dem Kreuz und der Abfahrt Laurensberg derzeit einspurig macht.

Täglich meldet der Verkehrsfunk die Blechkolonne von bis zu sechs Kilometern, die sich dort bildet. Und die Autofahrer fragen sich, warum gerade jetzt, wo es im Kreuz ohnehin eng ist, noch eine Baustelle aufgemacht wird. Im Grunde ist die Antwort ganz einfach: Der Landesbetrieb Straßen.NRW wollte die Mitarbeiter möglichst sinnvoll einsetzen, hat aber offenbar ein Detail übersehen: Der Umbau des Aachener Autobahnkreuzes dauert länger als geplant.

Die geschlossenen Verträge

„Die Mitarbeiter, die jetzt den Umbau des Autobahnkreuzes Aachen für Straßen.NRW planen, sollten nach dem Umbau gleich die nächste Aufgabe angehen können“, sagt Stephan Huth von der Autobahnniederlassung Krefeld. Diese Niederlassung ist innerhalb des Landesbetriebs Straßen.NRW für Instandhaltungsarbeiten an Autobahnen zuständig.

Und die A 4 zwischen dem Kreuz und der Grenze – das ist beschlossene Sache – soll grundsaniert werden. Übernehmen sollen diese Aufgabe die Mitarbeiter der Straßen.NRW-Regionalniederlassung Ville-Eifel, die eigentlich für Um- und Ausbauten an Bundes- und Landstraßen zuständig ist – wie im Kreuz eben. Für die Autobahnniederlassung übernimmt die Regionalniederlassung dann Aufgaben, wenn Kapazitäten frei sind.

Nach dem Abschluss des Kreuzumbaus sind diese freien Kapazitäten absehbar. Doch der Umbau dauert länger, weil eine neue Baustelle hinzugekommen ist: Kurz vor Baustart stellte sich heraus, dass der sogenannte A 4-Überflieger, der die Autofahrer aus Richtung Niederlande über die A 544 ins Kreuz hineinführt, nicht nur ausgebaut werden kann, sondern neu gebaut werden muss. Deswegen wird das Kreuz als Gesamtbaustelle erst 2017 abgeschlossen sein.

In der Folge ergibt sich, dass auch die Grundsanierung der ans Kreuz anschließenden A 4 bis zur Grenze nicht in diesem Jahr beginnen wird. Nach Angaben von Huth wird sie in etwa drei Jahren starten. Im Vorfeld müsse der Standstreifen entlang der A 4 bis zur niederländischen Grenze verstärkt werden. Diese Arbeiten sind seit Herbst 2014 vergeben.

„Wir hätten die Verträge kündigen müssen“, sagt Huth. Und wann auch immer die Bauarbeiten gestartet wären: „Es wäre immer zu Staus gekommen.“ Denn um die A 4 bei laufendem Verkehr zu sanieren, müssen Fahrbahnen umgelegt werden. Lkw müssen während der Bauphase über eine Standspur rollen. Derzeit ist die aber nur maximal 14 Zentimeter dick. „Wir haben in anderen Baustellen die Erfahrung gemacht, dass ein solcher Standstreifen nur wenige Tage der Belastung von Lkw standhält“, sagt Huth.

Zwischen 6 und 9 Uhr zweispurig

Um die Staus zu minimieren, sei nach Rücksprache mit Autobahnpolizei und Bezirksregierung in der Ausschreibung festgeschrieben worden, dass der morgendliche Berufsverkehr zwischen 6 und 9 Uhr nicht behindert werden darf. In dieser Zeit sollte die Strecke also eigentlich durchgängig zweispurig sein. Beobachter bezweifeln, dass das immer der Fall ist.

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