Crous-Geschichtspreis für vielfältige Arbeiten verliehen

Von: Sabine Rother
Letzte Aktualisierung:
13455242.jpg
Stolze Geschichtsforscher: Christiane Vaeßen (r.), Zweckverband Region Aachen, und Werner Pfeil (hinten l.), AKV, gratulierten. Foto: Ralf Roeger

Aachen. Spannung im Foyer der Aachener „Nadelfabrik“. Der Veranstaltungsort mit Industrieflair bot den Rahmen für die Verleihung des fünften Helmut-A.-Crous-Geschichtspreises der Region Aachen, gemeinsam vergeben vom Zweckverband Region Aachen, der vor Ort von Geschäftsführerin Christiane Vaeßen vertreten wurde, und der AKV-Sammlung-Crous.

„Ein Preis, der Kreise zieht, wir hatten 23 hervorragende Bewerbungen“, begrüßte AKV-Präsident Werner Pfeil das Publikum. „Nur mit viel Kopfzerbrechen kam die Jury zu ihren Entscheidungen.“ Die Tatsache, dass zusätzlich zu den drei Geldpreisen von der Jury unter Professor Frank Pohle und Professor Armin Heinen (Historisches Institut RWTH Aachen) mehrere Anerkennungs-Urkunden verliehen wurden, bestätigte ihn.

Gemeinsame Geschichte, regionale Imagepflege – Stichworte, mit denen CDU-Landtagsabgeordnete Ulla Thönnissen ihre Glückwünsche verknüpfte. Endlich lüfteten Jury und AKV-Präsident Pfeil das Geheimnis: In der Kategorie „Oberstufenschüler ab Klasse 10“ (500 Euro) siegte das Projekt „Wilhelm 500“, bei dem die Jugendlichen des Gymnasiums Zitadelle Jülich nicht nur zum 500. Geburtstag „ihres“ Herzogs Wilhelm V. von Jülich-Kleve-Berg geforscht, sondern sogar eine Sonderausgabe des Magazins „Herzog“ für die Jülicher Ausstellung gestaltet hatten. Eine Recherche von Schülern des Couvengymnasiums Aachen zum Schicksal des jüdischen Widerstandskämpfers Fredy Hirsch erhielt eine Urkunde.

In der Kategorie „Geschichtsinteressierte Laien“ (750 Euro) siegte die originelle Arbeit „Woher kommen die Baesweiler und Settericher?“ von Saniye Kol und Günter Pessler. Anerkennung gab es für das Bronze-Stadtmodell, mit dem der Geschichtsverein Eschweiler die Brücke zwischen 1954 und 2016 geschlagen hat. Bei den Profis teilen sich Oskar Vurgun (Dissertation „Sondergerichtsbarkeit im NS-Aachen“) und die Vicus-Gruppe, ein Verbund im Dreiländereck, der eine Wanderausstellung zur Römerzeit organisiert hat, den Preis (je 500 Euro).

Der Stolberger Burg widmet sich seit Jahren Christian Altena, deshalb erhielt auch er eine Urkunde. Das Extra der Sammlung-Crous (500 Euro) kommt einer Lernplattform zum Nationalsozialismus zu, die Christina Nobis, Tereza Fuková und Kerstin Joppien entwickelt haben. Viel Regionalgeschichte, viele Preise und viel Beifall für alle.

Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert