Contergan-Geschädigte wollen in Straßburg klagen

Von: dpa
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Das Schlafmittel Contergan, das 1957 auf den Markt kam und Missbildungen bei Neugeborenen verursachte. Mehrere Conterganopfer-Verbände haben zum Jahreswechsel eine Arbeitsgemeinschaft gegründet, um ihre Forderungen nach zivilrechtlichen Entschädigungszahlungen durchzusetzen.

Karlsruhe. Nach ihrer Niederlage vor dem Bundesverfassungsgericht wollen Contergan-Geschädigte den Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte in Straßburg anrufen. Sie fordern höhere Rentenzahlungen.

Das Verfassungsgericht hatte die Beschwerde der Opfer nach Angaben des Vereins Contergan-Netzwerk (Ostfildern bei Stuttgart) vom Freitag nicht zur Entscheidung angenommen.

Nach Überzeugung der Karlsruher Richter sind Fristen verjährt, zum anderen wurde der Rechtsweg in Deutschland nicht in dem geforderten Maß ausgenutzt. Zudem sei die Beschwerde nicht hinreichend begründet worden, heißt es in der Entscheidung des Gerichts (1 BvR 1541/09 und 1 BvR 2685/09).

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