CDU sorgt sich um die heimische Landwirtschaft

Von: Alexander Barth
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Im Gespräch mit Parteimitgliedern: In Erkelenz spricht CDU-Spitzenkandidat Armin Laschet über sein Wahlprogramm. Foto: Günter Passage

Erkelenz. „Zuhören. Entscheiden. Handeln.” prangt in großen Lettern über der Bühne in der Stadthalle von Erkelenz. Dorthin hat die CDU am Donnerstagabend die Parteibasis zu einer ihrer fünf Regionalkonferenzen eingeladen, um mit den Mitgliedern über das Wahlprogramm für die Landtagswahl am 14. Mai zu diskutieren.

„Zuhören. Entscheiden. Handeln.” ist schon länger das Motto von Armin Laschet. Der CDU-Landesvorsitzende und Herausforderer von Ministerpräsidentin Hannelore Kraft (SPD) ist bei dieser Konferenz in seiner Heimatregion.

Außerhalb von Delegierten-Parteitagen die eigenen Leute vor Ort einzubeziehen und nach ihrer Meinung zu fragen, gehört sich heute für eine Partei. Das Wahlprogramm liegt als Entwurf des Landesvorstands längst vor. Am 1.April entscheidet ein Landesparteitag in Münster über das CDU-Regierungsprogramm 2017 bis 2022. Rund 150 Mitglieder sind gekommen, um den Oppositionsführer im NRW-Landtag zu hören und um über die Wahlkampfthemen zu sprechen.

Bodo Löttgen, Generalsekretär der NRW-CDU, und der Landtagsabgeordnete Bernd Krückel fassen sich kurz, um Laschet Zeit zu geben. „Auch mit Blick auf das Spiel von Borussia Mönchengladbach“, bemerkt Krückel. Er skizziert die Situation in der Region, betont einen gelungenen Strukturwandel etwa in der einstigen Bergbaustadt Hückelhoven. Dazu passt die noch frische Nachricht, dass die Großbäckerei Kamps sich in Erkelenz ansiedeln will.

Laschet stellt jene Themen in den Mittelpunkt, die den Wahlkampf seiner Partei in NRW bestimmen: Innere Sicherheit etwa, aufgehängt an der aktuellen Kriminalstatistik. Er fordert: „Null Toleranz gegen Kriminelle muss das Konzept einer neuen Landesregierung werden.“ Dafür erntet er Applaus, ebenso für seine Visionen von der Schaffung neuer Arbeitsplätze, sozialer Gerechtigkeit, Bildung, Betreuung, Infrastruktur. „Die starken Regionen liegen im ländlichen Raum“, sagt Laschet. Damit trifft er den Nerv seines Publikums.

Die Diskussion wird von Detailanmerkungen, Zustimmung und durchaus kritischen Fragen zum Programm bestimmt. Vielen liegt die Sicherheit im ländlichen Raum am Herzen, noch mehr Anwesenden die Stärkung und überhaupt der Erhalt der heimischen Landwirtschaft. Diesem Punkt räumen Funktionäre und Basis viel Zeit ein. Es geht auch um Perspektiven für junge Leute durch schnelles Internet und Arbeitsmöglichkeiten.

„Der ländliche Raum blutet aus“, bemerkt ein CDU-Mitglied zwischendurch – ein Hinweis auf eine noch nicht so starke Region, wie Laschet und die regionalen Parteiunterstützer sie sich wünschen. Und dann ist beinahe zeitig zum Anstoß Schluss. Die Basis wirkt zufrieden.

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