Bundesverkehrsminister Ramsauer macht Halt am Stolberger Bahnhof

Von: Sarah Sillius
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Bundesverkehrsminister Peter R
Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer sieht den Stolberger Hauptbahnhof als Symbol für die Verkehrsprojekte in der Region. Foto: S. Sillius

Stolberg. Auf dem Weg nach Stolberg muss Peter Ramsauers Fahrer einen Umweg in Kauf nehmen. Wegen einer Umleitung kommt der Bundesverkehrsminister (CSU) ein paar Minuten zu spät zu seinem Termin am Stolberger Hauptbahnhof.

„Mit einem Autobahnanschluss in Stolberg wäre das sicher nicht passiert”, scherzt Axel Hartmann, Vertreter des Städteregionsrates, während er vor dem Bahnhofsgebäude wartet. Er hat den Minister gemeinsam mit CDU-Bundestagsmitglied Helmut Brandt und den Vertretern des Euregio Verkehrsschienennetzes nach Stolberg eingeladen.

Inmitten der Baustelle des Hauptbahnhofs macht sich der Minister ein Bild von den regionalen Verkehrsprojekten. Es sind eine Menge Informationen für Ramsauer. Der ICE-Halt in Aachen ist nur eines der Anliegen, die ihm vorgetragen werden. Hinzu kommen das gewünschte dritte Gleis zwischen Aachen und Düren, die Anschlüsse an die A 4 zwischen Autobahnkreuz und Aachen-Zen­trum und an die A 44 in Aachen-Eilendorf sowie der geplante Ringschluss der Euregiobahn. „Wir fahren heute schon auf Kante”, beklagt sich Hans Joachim Sistenich, Geschäftsführer des Aachener Verkehrsbundes, über den steigenden Güterverkehr.

Ein Thema, das der Minister aus vielen Teilen Deutschlands kennt, und das häufig auf seinem Schreibtisch landet. Er gibt zu bedenken, dass es bei solchen Projekten des Schienenverkehrs meist nur im Vorfeld Beifall gebe: „Wenn du dann Schienen baust, ist die Hölle los.” Deshalb sei es umso erfreulicher, dass über die Projekte in der Region weitgehend Einigkeit herrsche. Die gewünschten Autobahnanschlüsse seien zwar wichtig für Stolberg und Aachen, doch könne er einen solchen Beschluss nicht gegen den Willen der Landesregierung fassen: „Da müssen alle an einem Strang ziehen.”

Es sind keine großen Versprechungen, die Ramsauer an diesem Nachmittag macht. Doch er versichert, über die Themen ICE-Halt, drittes Gleis und Autobahnanschlüsse weiterhin mit den Verantwortlichen im Gespräch zu bleiben und abzuwägen.

Helmut Brandt ist zuversichtlich: „Wichtig ist, dass der Minister einen positiven Eindruck von den Projekten hat, wenn er zurück in Berlin ist.” Fest steht: Die ersten Kilometer zurück wird Ramsauer diesmal noch nicht über die Autobahn fahren.
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