Bundesregierung wegen Tihange besorgt

Von: mgu
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Belgien sieht sich durch die Pläne, das marode Atomkraftwerk Tihange wieder anzufahren, weiter breiter Kritik ausgesetzt. Foto: Oliver Berg/dpa

Aachen. Die Bundesregierung sorgt sich wegen des geplanten Wiederanfahrens der umstrittenen belgischen Rissreaktoren Tihange 2 und Doel 3. Das teilte die Parlamentarische Staatssekretärin im Auftrag des Bundesumweltministeriums am Mittwoch im Umweltausschuss des Bundestags mit.

Welche Anstrengungen man unternehme, habe man Medienberichten entnehmen können, hieß es mit Verweis auf die Berichterstattung unserer Zeitung vom Mittwoch. Man wolle von der belgischen Atomaufsicht FANC wissen, wie sicher sie sei, dass die Tausenden Risse in den Reaktorbehältern während des Herstellungsprozesses entstanden sind, berichtete die Grünen-Abgeordnete Sylvia Kötting-Uhl, Mitglied des Ausschusses.

„Wenn solche Zweifel bestehen, muss man doch um ein Gespräch mit der belgischen Regierung bitten, bevor sie angefahren werden“, forderte sie. Eine Expertendiskussion gibt es aber im Januar, wenn die Atommeiler längst angefahren sind.

Das Ministerium sehe keine Notwendigkeit für ein AKW-Sicherheitsabkommen mit Belgien, weil es kein deutsches AKW in Grenznähe gibt. „Mit Österreich, das kein grenznahes AKW hat, haben wir doch auch ein Abkommen“, sagte der Dürener Grünen-Abgeordnete Oliver Krischer.

Die Stadt Aachen gab derweil zu, nicht ausreichend auf einen atomaren Unfall in Tihange vorbereitet zu sein. Stadt und Bezirksregierung Köln schoben sich die Verantwortung zu. Die Städteregion sieht sich gut vorbereitet.

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