Heerlen - Buitenring: Provinz Limburg packt die Säge aus

Buitenring: Provinz Limburg packt die Säge aus

Von: sim
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Heerlen. Man kann das Dilemma auf einen Satz reduzieren: „Gefällte Bäume kann man nicht wieder aufstellen“. Weshalb die Provinz Limburg auf und an der Trasse des geplanten „Buitenring“, einer 26 Kilometer langen Ringstraße von Nuth über Heerlen und Brunssum nach Kerkrade, ab nächster Woche 500 Bäume vorsichtshalber nicht richtig umhaut, sondern nur radikal „verschlankt“.

Um die Bäume komplett zu kappen, wäre eine Fällgenehmigung erforderlich gewesen. Die wollten die betroffenen Gemeinden jedoch nicht erteilen, solange der Raad van State, das höchste niederländische Verwaltungsgericht, für den Bau nicht endgültig grünes Licht gegeben hat. Wenn dann aber die Vögel schon mit dem Nestbau angefangen haben, darf man die Bäume nicht mehr fällen. Dann können die Straßenbauer nicht loslegen, und wertvolle (teure) Monate verstreichen.

Jetzt werden die Bäume so ihrer Äste entledigt, dass die Vögel keine Nester mehr bauen können. Wenn dann die Genehmigung kommt, ist der Rest ruckzuck erledigt. Und wenn die Straße doch nicht gebaut wird, hofft man, dass die 500 kahlen Stämme irgendwann wieder austreiben. Naturfreunde nennen den Vorgang „absurd“.

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