Buber-Plakette für rumänischen Präsidenten

Von: jozi
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Will in seinem Land die Korruption bekämpfen: Rumäniens Staatspräsident Klaus Johannis. Foto: Euriade

Herzogenrath. Der rumänische Präsident Klaus Johannis wird in diesem Jahr mit der Martin-Buber-Plakette ausgezeichnet. Das gab der Verein „Euriade“ am Freitag in Herzogenrath bekannt.

Dessen Vorsitzender Werner Janssen bezeichnete Johannis als einen „besonderen und integeren Menschen“, der ganz im Geist des großen jüdischen Philosophen Buber eine Politik betreibe, die auf Humanität und Dialogbereitschaft basiere. Die Preisverleihung soll am 18. November stattfinden.

Johannis, der im November 2014 zum Staatschef gewählt wurde, ist in den Augen von Janssen ein großer Kämpfer gegen eines der Hauptübel seines Landes, der überall wuchernden Korruption. Das habe der deutschsprachige Siebenbürgen-Sachse bereits als Bürgermeister seiner Heimatstadt Sibiu (Hermannstadt) unter Beweis gestellt.

Dort habe der ehemalige Lehrer und Schulinspektor die Türen zum Rathaus geöffnet und die Bürger intensiv am politischen Prozess beteiligt, um so „ihren unterschiedlichen Interessen und Erwartungen gerecht zu werden“. Heute sei es sein Anliegen, „Rumänien zu einem starken, wohlhabenden, modernen und gänzlich europäisierten Staat werden zu lassen“.

Zweifel an der „Lichtgestalt“

Ist der liberal-konservative Politiker also eine „Lichtgestalt“? Erhebliche Zweifel daran äußerte vor Monaten im „Spiegel“ eine rumänische Politologin, die sich enttäuscht von Johannise_SSRq Haltung in der Flüchtlingsfrage zeigte. Sie warf ihm vor, „ausgerechnet als Angehöriger einer Minderheit“ gegen die Aufnahme von vielen Schutzsuchenden zu sein und zu populistischen Parolen zu greifen.

Doch das will der Verein „Euriade“ nicht gelten lassen. „Johannis ist in Rumänien der einzige Politiker weit und breit, der Flüchtlinge aufnehmen will“, hieß es am Freitag aus dem Umfeld von Janssen. Er scheitere mit seinem Ansinnen jedoch an alten Machtstrukturen. Überhaupt sei Kritik an ihm meist das Werk seiner „vielen Neider“.

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