Baesweiler - Brandanschlag auf Puffendorfer Feuerwache

Brandanschlag auf Puffendorfer Feuerwache

Von: Karl Stüber
Letzte Aktualisierung:
feuer baesweiler
Das Feuer war in den Führerhäusern zweier Fahrzeuge gleichzeitig ausgebrochen, zwei Wehrleute wurden durch den Rauch im Gebäude eingeschlossen.
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Das Feuer war in den Führerhäusern zweier Fahrzeuge gleichzeitig ausgebrochen, zwei Wehrleute wurden durch den Rauch im Gebäude eingeschlossen.
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Das Feuer war in den Führerhäusern zweier Fahrzeuge gleichzeitig ausgebrochen, zwei Wehrleute wurden durch den Rauch im Gebäude eingeschlossen.
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Das Feuer war in den Führerhäusern zweier Fahrzeuge gleichzeitig ausgebrochen, zwei Wehrleute wurden durch den Rauch im Gebäude eingeschlossen.
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Das Feuer war in den Führerhäusern zweier Fahrzeuge gleichzeitig ausgebrochen, zwei Wehrleute wurden durch den Rauch im Gebäude eingeschlossen.
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Das Feuer war in den Führerhäusern zweier Fahrzeuge gleichzeitig ausgebrochen, zwei Wehrleute wurden durch den Rauch im Gebäude eingeschlossen.

Baesweiler. Glück im Unglück hatten zwei Kameraden des Löschzugs Puffendorf in der Nacht zum Freitag. Gegen 2.15 Uhr brach in der Fahrzeughalle des Löschzugs Feuer aus. Die beiden Feuerwehrleute hielten sich im ersten Stock auf.

Sie waren nach dem Vogelschuss des benachbarten Schützenvereins St. Laurentius Puffendorf 1861 noch mit Aufräumarbeiten beschäftigt, wie Wehrführer Dieter Kettenhofen auf Anfrage unserer Zeitung sagte. „Es ist üblich, dass man sich in solchen Orten untereinander hilft. Die Bewohner sind oft gleich in mehreren Vereinen Mitglied“, sagte er.

Zunächst konnten die beiden Wehrleute nicht über die Treppe ins Freie entkommen, weil das Gebäude schnell durch giftiges Rauchgas gefüllt war, sagte Kettenhofen über den Ablauf des Einsatzes. Die Drehleiter der Baesweiler Wehr wurde vorsorglich angefordert, musste aber nicht mehr zum Einsatz gebracht werden. Es gelang, die beiden Feuerwehrleute durch Aufsetzen von Fluchthauben zu retten.

„Das sind Schutzhauben mit eingesetzten Filtern, die über einen gewissen Zeitraum vor Rauchgasen schützen“, sagte Kettenhofen. Die beiden in Gefahr geratenen Wehrleute konnten so doch noch über die Treppe ins Freie gelangen. Sie wurden vorsorglich vor Ort untersucht und behandelt, aber durch das Feuer glücklicherweise nicht verletzt.

Bürgermeister Dr. Willi Linkens ergänzte gegenüber unserer Zeitung, dass die beiden Feuerwehrleute gegen 1 Uhr nachts wohl in der Gerätehalle ein Geräusch gehört hätten, die Nachschau aber nichts ergeben habe. Eine gute Stunde später habe es dann gebrannt.

Das Feuer war gleichzeitig in den Führerhäusern der zwei in der Halle abgestellten Einsatzfahrzeugen ausgebrochen, wie Kettenhofen sagte. Die beiden Fahrzeuge – ein Rüstfahrzeug auf Unimogbasis und ein Löschfahrzeug – wurden derart beschädigt, dass sie nicht mehr einsatzfähig sind.

Die Staatsanwaltschaft Aachen hat die Federführung bei den Ermittlungen über die Brandursache übernommen. Staatsanwältin Katja Schlenkermann-Pitts sagte auf Nachfrage unserer Zeitung, dass „zumindest“ wegen Verdachts auf schwere Brandstiftung ermittelt wird. Ob dies angesichts der Umstände auf „versuchte Tötung“ ausgeweitet wird, wollte sie nicht ausschließen.

Die Kriminalpolizei hat das gesamte Gebäude beschlagnahmt und versiegelt.

Der gesamte Löschzug Puffendorf (19 freiwillige Feuerwehrleute) steht nach der schweren Beschädigung seiner Einsatzfahrzeuge nicht mehr zur Verfügung und wurde aus dem Dienst genommen. „Gemäß eines für solche Fälle abgestimmten Plans haben ab sofort die Kameraden der Löschzüge Setterich und Loverich/Floverich den Brandschutz für Puffendorf übernommen“, sagte Kettenhofen. Nach Löschen des Brandes wurden bislang keine Schäden am Feuerwehrgerätehaus festgestellt, sagte der Wehrchef. Allerdings musste das stark verrauchte Gebäude entlüftet werden.

Bürgermeister Linkens hält den Vorfall für einen „hochkriminellen Brandanschlag“, da sich für den oder die unbekannten Täter erkennbar noch Menschen im Gebäude aufhielten. „Da brannte ja schließlich Licht.“ Außerdem habe die Brandstiftung ausgerechnet auf Fahrzeuge abgezielt, die gerade der Brandbekämpfung dienen. Die Stadt wolle jetzt möglichst schnell klären, wie groß der Aufwand ist, die beschädigten Fahrzeuge wieder einsatzfähig zu machen. Für den Brandschutz der Puffendorfer sei zwischenzeitlich auf jeden Fall gesorgt.

Wilhelm Bongartz, Brudermeister der Laurentius-Schützen – zwischen Vereinsheim und Feuerwache steht gerade mal ein Haus – zeigte sich auf Nachfrage unserer Zeitung konsterniert angesichts des Feuers. Allerdings sei da die Veranstaltung der Schützen bereits beendet gewesen. Den Vogel holte übrigens der zweite Brudermeister Daniel Schmitz von der Stange. Schmitz ist ebenfalls Feuerwehrmann und Mitglied des Puffendorfer Löschzugs.

Die Polizei bittet die Bevölkerung um sachdienliche Hinweise unter Telefon 0241/9577-31101, außerhalb der Bürozeiten unter Telefon 0241/9577-34210.

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