Bordellbesitzer kommt wegen Mordauftrags lebenslang in Haft

Von: dapd-nrw
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Düsseldorf. Weil er die Ermordung seines Stiefvaters und seiner Stiefschwester in Auftrag gegeben hat, muss ein 57-jähriger Bordellbetreiber aus dem hessischen Burghaun lebenslänglich in Haft.

Das entschied das Düsseldorfer Landgericht am Dienstag. Die Richter verurteilten den Mann wegen zweifachen Mordes und stellten auch die besondere Schwere der Schuld fest. Damit ist eine vorzeitige Haftentlassung nach 15 Jahren ausgeschlossen.

Der Angeklagte selbst hatte bis zuletzt bestritten, einem bereits zu lebenslanger Haft verurteilten Kleinkriminellen den Mordauftrag erteilt zu haben. Seiner Darstellung nach sollte der 23-Jährige den Stiefvater und die Stiefschwester nur erschrecken.

Das Gericht jedoch folgte letztlich dem Antrag der Staatsanwaltschaft. Motiv für den Mordauftrag war laut Urteil die drohende Enterbung des 57-Jährigen. Die Tat hatte sich Mitte Juni 2010 in einer Düsseldorfer Wohnung ereignet.

Die Polizei hatte monatelang vergeblich nach dem angeheuerten Mörder gesucht, kam dann aber mithilfe von Sprachforschern und einer Radarfalle auf die Spur des 23-Jährigen und seines mutmaßlichen Auftraggebers. Eines der beiden Opfer hatte kurz vor den tödlichen Schüssen noch per Handy die Polizei verständigen können, die Leitstelle hatte das dramatische Geschehen aufgezeichnet.

Sprachforscher fanden heraus, dass der Täter mit hessischem Dialekt gesprochen hatte. Weitergehende Ermittlungen ergaben zudem, dass der mutmaßliche Auftraggeber in seinem Wagen auf dem Weg von Düsseldorf zurück nach Hessen geblitzt worden war.
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